429 5 MG Kremsmünster F/5/1 Kirchberg, Sunnegg (Sunneck) F/5/1 Kirchberg: Der Sitz zu Kirchberg, O. und KG. Kirchberg, ist nicht lok., dürfte aber in der Nähe der Kirche gewesen sein. 1462 VIII.24. Dorothea, Conraden Puchler sel. Tochter hat Sigmunden Vorster, Irm mann ain gemacht getan auf den Sicz im Ort mitsambt dem pawhof daselbs in Kirchperger pharr. Quelle: oöLA, NE (Xerox) Hs 292 fol. 56v. Lage: 13,9 v.u., 8,0 v.li.u. (50). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). F/5/4 Sunnegg: Der Sitz zu Sunnegg, O. und KG. Kirchberg, ist nach Schiffmann, Ortsnamenlexikon von Oö. II/422, gleichzusetzen mit dem Sitz zu Kirchberg (5/1)) und nach Rolleder, Geschichte der Stadt Steyr, die Sölde im Weyer, O. und KG. Kirchberg. 1349 VI.23. Engelschalch der Pucher urkundet über „das haus ze Chirchperch, do ich mit haus gesessen pin“; 1467 Sunekh. Quellen: oöUB VII/110; oöSt.Urb. II/374. Lit.: Schiffmann, OL II/422; Rolleder, Geschichte der Stadt Steyr und Umgebung, S. 236. Lage: 13,6 v.u., 8,4 v.li.u. (50). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Bezüglich der Lokalisierung der Sitze Kirchberg und Sunnegg liegen äußerst widersprüchliche Angaben vor. Anton Rolleder (1894) identifizierte den Sitz Sunnegg mit dem Anwesen vulgo Sölden in Weier (Sölden am Weyer) im Kremstal (heutige Adresse: Messerschmiedweg 7), was aber aufgrund der urk. Nachrichten eher ausgeschlossen werden kann. Nach Konrad Schiffmann (1935) ist der Sitz Sunnegg mit dem Sitz Kirchberg identisch, welcher in der gleichnamigen Kirchensiedlung oberhalb des Kremstales zu lokalisieren sei. In seinem letzten Burgen- und Schlösserbuch (publ. 1976) behauptete Norbert Grabherr, dass der Sitz Sunneg / Kirchberg als Wohnturm noch erkennbar wäre. Er soll mit dem „Krämerhaus in Kirchberg verbunden sein, wie man an der Mauernaht zwischen Wohnturm und Vorderhaus erkennen könne.“ Das besagte „Krämerhaus” lässt sich mit dem Anwesen vulgo Zeindlhubermauererhaus an der Freidhofmauer (Brunnmayrhäusl, heute: Pfarrhaus St. Stephan) in Kirchberg 22 identifizieren, da hier im 20. Jhdt. unter dem Namen „Pfusterschmied“ eine Krämerei untergebracht war. Positive Merkmale des postulierten „Wohnturmes“ sind jedoch nicht erkennbar. Insbesondere die behauptete „Mauernaht zwischen Wohnturm und Vorderhaus“ sowie die „hohen Stützmauern“ sind nicht vorhanden. Doch auch die schriftlichen Quellen (urk. 1460 Haus an der Friedhofsmauer, Kremsmünsterer Urbar) sprechen dagegen, dass sich hier der Sitz Kirchberg / Sunnegg befunden hat. Wenige Meter östlich der Filialkirche hl. Stephan liegt das Anwesen vulgo Sonneggersölde (Uibergehersölde, Sonneckersölden) am Kirchenweg 20. Der Hausname lässt einen engen Konnex mit dem Sitz Sunnegg annehmen. Hier bedarf es aber noch weiterer Forschungen. B. ROLLEDER 1894, 236 SCHIFFMANN 1935b, 38f. (Kirchberg) SCHIFFMANN 1935b, 422 (Sonneck) NEWEKLOWSKY 1973a, 38 GRABHERR 31976, 139 C. D. 51009 KG Kirchberg E. X 60087, Y 324982 (Sölden am Weyer) X 59896, Y 325108 (Zeindlhubermauererhaus) X 60006, Y 325097 (Sonneggersölde) F. Sitz, stark umgebaut / Nachfolgebau (?)
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