Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

1096 ohne jede Wehranlage, der nicht einmal Schweinbach hieß. Vielleicht ist die Vermutung, daß der Sitz mit dem Schweinbergerhof bei Innertreffling gleichzusetzen ist, gar nicht so abwegig.” Die Gleichsetzung von Hof vnd Sicz zu Sweinpach mit dem Anwesen vulgo Schweinberger am Linzerberg 6 erscheint durchaus plausibel zu sein, auch wenn der Gutshof äußerlich keine Merkmale eines Sitzes aufweist (45626 KG Holzwiesen, GST-NR .18, Linzerberg 6). Alternativ wäre eine Lagestelle in der Ortschaft Schweinbach in Erwägung zu ziehen (45623 KG Engerwitzdorf). B. SCHIFFMANN 1935b, 400 GRABHERR 1963b, Nr. 12, 70f. DEHIO 2003, 109 u. 112 C. D. 45626 KG Holzwiesen / 45623 KG Engerwitzdorf E. F. Nicht lokalisierter Ansitz / Burgstelle / Wehranlage P/5/5 Bach P/5/5 Bach: Der Sitz und Hof zu Pach, O. Bach, KG. Engerwitzdorf, nicht lok. 1374 „die Volkra zu Pach“; 1411 „Hanns zu Pach“; 1487 IV.23. „Stephan von Pach“. Quelle: oöLA, HA. Eferding, Starhemb. Urk. Nr. 1985. Lit.: Wilflingseder, Das Gebiet zw. d. G. Mühl u. d. G. Gusen i. MA, Mitt. d. oöVB., 10. Jg., Nr. 9/10. Lage: 16,0 v.u., 18,7 v.li.u. (33). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Der Sitz ist in der Ortschaft Bach nicht eruierbar. Da die Herren von Volkra eher im oberen Mühlviertel seßhaft waren, könnte der Sitz zu Pach eventuell im Weiler Bach in der MG Walding gelegen haben. B. GRABHERR 1963b, Nr. 13, 71 C. D. E. X 83377, Y 354256 (Bach, OG Engerwitzdorf) X 61991, Y 356811 (Bach, MG Walding) F. Nicht lokalisierter Ansitz / Burgstelle / Wehranlage P/5/6 Hohenstein (Ägidikirche, St. Ägidi, St. Ägid zu Hohenstein) P/5/6 Hohenstein: Freistehende Felsgruppe von einem Graben mit vorgelegtem Wall umfangen, genannt der Hohenstein, KG. Holzwiesen, auf dem die Filialkirche St. Aegydi steht. Keine auf die Verwallung bezugnehmende Beurkundung vorhanden. Lit.: Dehio, OÖ, S. 119. Lage: 12,5 v.u., 14,8 v.li.u. (33). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Existenz einer hochmittelalterlichen Burgstelle auf der Felsklippe nahe der spätgotischen Filialkirche hl. Ägidius (Ägidikirche) konnte durch die Sondierung von Alfred Höllhuber bewiesen werden. An Fundgegenständen wurden Keramikscherben aus der Romanik bzw. Frühgotik, div. Metallgegenstände (Pfeilspitze, Messer, Sporen, Beil, Schlüssel) sowie Knochen geborgen. Bemerkenswert war der Fund einer Jakobsmuschel. Bei den geborgenen zwei Münzen handelt es sich um einen Silbernen Breitpfennig, geschlagen in Enns um 1158, und um einen Hälbling, der um 1170 datiert wird.

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