Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

1095 „Bei Durchgrabung 1918 in der Mitte aus Feldsteinen errichtete Pyramide mit Deckplatte von ungefähr 1.40 m Durchmesser gefunden. Der Hügel dürfte eine Hütte getragen haben. Früher einmal als „Wendenfeste” angesprochen178.“ Das Erdwerk im Mühlholz entspricht somit keineswegs dem Baumuster eines mittelalterlichen Adelssitzes. Nach Einschätzung von Marianne Pollak dürfte es sich bei den von P. Löffler und G. Kyrle verifizierten Viereckhügeln um regionale Varianten der ansonsten aus dem Innviertel bekannten Vogeltennen (Vogelherde) handeln. Die im Handbuch angeführte Katastralgemeinde (Engerwitzdorf) ist falsch, das Erdwerk liegt in der KG Klendorf. B. KYRLE 1919, Punkt 7 u. 8, 76f. KYRLE 1921, 78 FÖ 1, 1920/33, 64 REITINGER 1968, 72 POLLAK 1985/86, Fußnote 16, 112f. C. Planskizze von G. Kyrle (Fig. 69) D. 45629 KG Klendorf, GST-NR 3289 E. X 82827, Y 355629 F. Erdwerk P/5/3b Langwiesen A. Der obig angeführte Sitz zu Langwiesen ist mglw. mit dem Anwesen vulgo Langwiesergut (Unterlangwiesnergut) in Langwiesen 1 zu identifizieren, allerdings kommt auch das Anwesen vulgo Oberlangwieser in Langwiesen 3 in Betracht. B. SCHIFFMANN 1935b, 110 C. D. 45623 KG Engerwitzdorf E. X 81809, Y 355811 F. Nicht lokalisierter Ansitz / Burgstelle / Wehranlage P/5/4 Schweinbach (Schweinberger) P/5/4 Schweinbach: Nicht einmal annähernd lokalisierbar ist der Sitz zu Schweinbach, er kann in der O. Schweinbach, KG. Engerwitzdorf, gewesen oder aber mit dem Bh. Schweinberger, O. Linzerberg, KG. Holzwiesen, gleichzusetzen sein. 1411 Mertt der Floyt hat ze lehen den Sicz ze Sweinpach; 1422 „verkaufte der erber Knecht Pangrez der Öder zu Kriechbaumb den Hof vnd den Sicz zu Sweinpach dem Andre Grueber“, Quelle: oöLA, Kop.Arch., Hs 3, fol. 57v; Strnadt, Geschichte der Herrschaft Windegg, S. 29. Lit.: Grüll, Mühlviertel, S. 143. Lage: 19,8 oder 20,5 v.u., 14,3 oder 11,4 v.liu. (33). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. In einem Beitrag in den Oö. Heimatblättern (1963) schreibt Norbert Grabherr folgende Zeilen: “Sitz zu Schweinbach. Der Sitz zu Schweinbach konnte ebenfalls bislang nicht lokalisiert werden; im Dorfe Schweinbach, in dem er zu suchen wäre, findet sich kein Anhaltspunkt. Möglicherweise war er nur ein Freihof 178 Anmerkung: Hier liegt offensichtlich eine Verwechslung mit dem Objekt Gratz P/5/2 vor, das tatsächlich als „Wendenfeste“ bzw. als „Slawenfestung“ angesprochen wurde.

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