1089 4 OG Eidenberg P/4/1 Eidenberg I (Schlößl, Untere Hofau) P/4/1 Eidenberg: Die Lagestelle (geringes Erdwerk) des Schlößchens Eidenberg befindet sich in der O. und KG. Eidenberg, bei der Tischlerei Wöhrer. 1287 „Livpoldus et Vlricus dictus de Idungsperg“; 1676 die Schmidtauer zu Eidenberg; 1837 ein landtäfl. Freisitz. Quellen: oöUB IV/61 und 509. Lit.: Starkenfels, Der oö. Adel (Siebmacher), S. 342; k. k. Schematismus 1837; Grabherr, Wehranlagen und Herrensitze, oöHmbl. Jg. 17, H. 3/4, S. 70. Lage: 23,4 v.o., 14,5 v.r.o. (32). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Lagebeschreibung und die Koordinaten widersprechen sich. Die Blattschnittkoordinaten verweisen auf den als „Neues Schloss“ bezeichneten Verwaltungssitz in der Ortschaft Eidenberg, der offensichtlich im 16. / 17. Jhdt. als Ersatz für den ruinösen älteren Sitz errichtet wurde. Die Lagebeschreibung verweist auf die Tischlerei Wöhrer, die sich etwa 0,9 km südsüdöstlich des „Neuen Schlosses“ befindet (moderne Adresse: Lichtenberger Straße 37). Das Objekt wird von Josef Reitinger als „Burghügel mit vorgelegtem Wallgraben“ beschrieben. Walter Wöhrer, der im Jahre 2022 verschiedene Besitzer der Tischlerei, berichtete dem Verfasser, dass es hier tatsächlich einen als „Schlößl“ bezeichneten Burghügel gegeben hat. Bei der partiellen Zerstörung des Burgstalles in den 1930er Jahren wurden Mauerzüge angeschnitten, weiters wurden Keramikscherben, Hufeisen sowie ein Siegelring aufgelesen (der Ring wurde dem Stift Wilhering übergeben, ist aber dort nicht eruierbar). Die letzten Reste des Sitzes wurden beim Ausbau der Tischlerei Wöhrer in den 1970er Jahren beseitigt. In der Urmappe ist der Sitz eigenartigerweise nicht eingezeichnet, hier scheint nur der Flurname „Untere Hofau“ auf. Der im k. k. Schematismus von 1837 angeführte ländtäfliche Freisitz bezeichnet offensichtlich nicht den älteren Sitz in der Hofau, sondern den jüngeren Verwaltungssitz in Eidenberg → P/4/4. B. SCHIFFMANN 1935a, 248f. GRABHERR 1963b, Nr. 7, 70 REITINGER 1968, 63 DEHIO 2003, 107 C. D. 45603 KG Eidenberg, GST-NR 630/28, 630/123; (nahe) Lichtenberger Straße 37 E. X 67082, Y 361382 F. Nicht mehr erhaltener Ansitz / Burgstelle / Wehranlage P/4/2 Geitzestetten (Geitzstätten) P/4/2 Geitzestetten: Der Stammsitz des ritterbürtigen Geschlechtes der Geitzestetter ist der Edelhof und heutige Bh. Geitzerstättner in der O. Aschlberg, KG. Eidenberg, gewesen. Erste Nennung 1206 VI.19. „Heinricus de Gicinstetin“; ca. 1380 „Anna die Geyczensteterin hat ze lehen den hoff ze Geyczensteten“; 1489 XI.23. „Steffan der Volkra hat zu Lehen den Hof zu Geyczensteten vnd die Hofstat dabey“. Quellen: oöLA, lf. LB, NE (Xerox) Hs 275 c; oöUB II/505 und X/787. Lit.: Grabherr, Wehranlagen, oöHmbl. Jg. 17, H. 3/4, S. 70. Lage: 26,5 v.o., 18,4 v.li.o. (32). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Der Hof zu Geyczensteten ist mit dem bäuerlichen Anwesen vulgo Geitzerstättner in Aschlberg 48 zu identifizieren. Es dürfte kein wehrhafter Herrensitz, sondern nur ein Bauerngut vorliegen. B. SCHIFFMANN 1935a, 344
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