Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

1086 3 SG Bad Leonfelden P/3/1 Schwedenschanze (Rading) P/3/1 Schanze: In der O. Rading, KG. Stiftung, befindet sich das Erdwerk einer teilw. planierten Sternschanze; Restbestand nach alten (zeitgenössischen) Vorlagen wiederhergestellt und konserviert. Flurbezeichnung „Schwedenschanze“. 1643 „die erst Schanz mit halbn Polwerkhen in dem Müllviertel“. Quelle: oöLA, Landsch.A., Sch. 595. Lage: 11,5 v.u., 0,6 v.r.u. (15). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Etwa 0,25 km nordöstlich des Anwesens vulgo Schanzbauer (Mostschenke) befinden sich die eindrucksvollen Rudimente einer Sternschanze. In dem Waldstück etwa 0,4 km nördlich des Schanzbauern finden sich weitere Linienwälle und Schanzgräben, für die aus unbekannten Gründen kein Denkmalschutz verfügt wurde. Der denkmalgeschützte Teil wurde immerhin als Freilichtdenkmal aufbereitet. B. SCHIFFMANN 1935b, 240 FÖ 8, 1961/65, 196 GRABHERR 1963b, Nr. 6, 70 SPERNER 1968, 34ff. DEHIO 2003, 66 https://de.wikipedia.org/wiki/Schwedenschanze_Rading C. VISCHER 1669 D. 45420 KG Weigetschlag, GST-NR 1058/3, 1059/2 (Angabe BDA) 45420 KG Weigetschlag, GST-NR 1041 E. X 73694, Y 379783 Sternschanze X 73425, Y 379952 Waldstück mit Schanzresten F. Schanzwerk P/3/2 Alte Schanz (Roßberg, Weigetschlag) P/3/2 Schanze: Schanzwälle, teilw. mit vorgelagerten Gräben von Rading über den Roßberg bis Weigetschlag verfolgbar, KG. Stiftung und KG. Weigetschlag. 1643 „es erfordert die Noth, das von selbiger schanz (gemeint ist die in Rading 3/1) biß an das Plochhauß auf dem Roßperg starkhe brustwehr angelegt vnd bis an den Sternwalt continuiert werde“. Quelle: oöLA, Landsch.A., Sch. 595. Lage: 12,0 v.u., 0,7–1,8 v.r.u. (15). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Nach den Erhebungen des Regionalforschers Werner Lehner sollen sich zwischen Roßberg und Weigetschlag die „Rudimente einer Sternschanze, einer Brustwehr sowie eines neunseitigen Blockhauses“ befinden. Bei einer Feldbegehung im Herbst 2015 konnten folgende Strukturen erhoben werden, die auch im ALS-Geländemodell deutlich erkennbar sind: (a) In der Wiesenparzelle GST-NR 607 befindet sich ein recht gut erhaltenes Rondell. (b) Am südlichen Rand der Waldparzelle GST-NR 926/1 sind Reste des Linienwalles erkennbar. Der Wall wird sukzessive vom Grundbesitzer eingeebnet, das Areal als Müllhalde missbraucht. Von der postulierten zweiten Sternschanze sind keine Spuren feststellbar. (c) In Richtung zum ehem. Zollhaus Weigetschlag sind die eindrucksvollen Fahrspurfächer einer Altstraße zu beobachten. B. PFEFFER 1963b, Abb. 55

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