1079 1 OG Alberndorf in der Riedmark P/1/1 Klamschlößl (Klamleiten) P/1/1 Klamleiten: Ruine einer kleinen, namenlosen Burg, nächst der Klamm-Mühle, KG. Steinbach, ober der Gusen auf einem Felskopf gelegen. 1408 IV.2. „das Tvrnlein pey der Gussen“ (siehe auch 1/4). Quelle: oöLA, HA. Eferding, Starhemb. Urk. Nr. 797. Lit.: Grabherr, Wehranlagen und Herrensitze, oöHmbl. 17. Jg., H. 3/4, S. 68. Lage: 20,4 v.o., 9,5 v.li.o. (33). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Rudimente der kleinen Burg befinden sich auf einem Sporn, der von der Großen Gusen in einer halbkreisförmigen Schleife umflossen wird. Unterhalb der Burgruine liegt die Hammerschmiede in der Klamleithen, die angeblich früher eine Waffenschmiede gewesen sein soll (moderne Adresse: Klamleiten 13). Die Anlage zeichnet sich durch einen mächtigen Rundturm von 10 m Durchmesser aus, von dem heute etwa ein Drittel in Form eines ca. 5 m hohen Stumpfes vorhanden ist. Seine Mauerstärke beträgt im Erdgeschoß ca. 3,5 m, woraus sich ein Innenraum von ca. 3 m Durchmesser ergibt. Maueröffnungen lassen sich keine mehr feststellen. Das Schalenmauerwerk zeigt außen und innen schön behauene Quader. Die Quader an der Innenseite sind nicht gerade, sondern leicht krumm, d.h. jeder einzelne behauene Stein nimmt die Kreisform des Turmes auf. Der Mauerkern selber besteht aus mit viel Mörtel verbundenen Bruchsteinen (nach Martin Aigner). Die der Burg vorgelagerten Annäherungshindernisse (Wälle, Gräben) und Altwege wurden bedauerlicherweise beim Bau von Forstbringungswegen erheblich beschädigt. Die interessante Turmruine sollte unter Denkmalschutz gestelllt werden, bevor sie ebenfalls zerstört wird. B. SCHIFFMANN 1935b, 44 GRABHERR 1963b, Nr. 2, 68 GRÜLL ²1968, Nr. 45, 141 REITINGER 1968, 14 DEHIO 2003, 15 https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Klamleiten C. Planskizze von Martin Aigner https://www.burgenseite.com/wp/klamleiten/ D. 45640 KG Steinbach, GST-NR 1166/1; (nahe) Klamleiten 13 E. X 78846, Y 363378 F. Burgruine P/1/2 Riedegg (Riedeck) P/1/2 Riedegg: Schloß und Ruine Riedeck in der O. und KG. Riedegg, bewohnt, Kloster. Erste Nennung ca. 1150 „Machart de ridecco“; 1256 „castrum Riedekk“. Quelle: Czerny, Das älteste Todtenbuch d. Stiftes St. Florian, S. 56; oöUB III/230. Lit.: Sekker, S. 228; Grüll, Mühlviertel, S. 97; Grabherr, Burgen, S. 199. Lage: 26,1 v.u., 11,6 v.li.u. (33). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Schloss und Burgruine wurden unter Denkmalschutz gestellt. Bezüglich der angeführten Katastralgemeinde (Riedegg) zeigt Grabherr eine gewisse Kreativität, da es diese laut dem offiziellen Katastralgemeindenverzeichnis des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen gar nicht gibt. Das Ensemble liegt in der KG Oberndorf. Anmerkung: In seinem Burgen- und Schlösserbuch von 1970 führt N. Grabherr die richtige Katastralgemeinde an! B. SEKKER 1925, 228ff.
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