1068 13 OG Waldneukirchen O/13/1 Pointner Kögl (Burgstall) O/13/1 Burgstall: Beim Bh. Burgstall in der O. und KG. Steinersdorf werden die an das Haus angrenzenden Gründe Burgstall genannt. 1455 Guet auf dem Burgkstall; 1459 Wolfgang Schedmüller hat zu Lehen sgütl in dem purchstal in Waldnewkircher phar. Quellen: LB. Albr. VI. fol. 69 NE (Xerox) Hs 292 (oöLA); Schiffmann, OL 1/167. Lage: 1,0 v.u., 6,8 v.r.u. (50). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Der Flurname „Burgstall“ haftet an einem nach drei Seiten steil abfallenden Sporn oberhalb des Steyrtales. Der Hügel ist auch als „Pointner Kögl“ bekannt, wobei sich der Flurname vom bäuerlichen Anwesen vulgo Pointner in Steinersdorf ableitet. Wenige Meter westlich der Örtlichkeit befand sich das Anwesen vulgo Purckstallsölde in Steinersdorf 31. Die exponierte Lage des Hügels und der Flurname „Burgstall“ haben zu der Vermutung geführt, dass sich hier eine Wehranlage bzw. eine Höhensiedlung befunden haben könnte. Echte Hinweise auf Befestigungsbauten sind aber nicht erkennbar. Anmerkung: Die Blattschnittkoordinaten sind völlig abwegig, denn sie verweisen auf das Areal nördlich des Anwesens vulgo Blaichergut in Bürzel in der Steyrstraße 70 (KG Steinersdorf, GST-NR 521/2). B. SCHIFFMANN 1935a, 167 ULBRICH 2011, 112 C. D. 49016 KG Steinersdorf, GST-NR 359, 350, 352/2, 347/2, 347/1 E. 71657,41 / 319420,06 F. Fragliche / Mögliche Befestigung O/13/2 Teufelsturm O/13/2 Teufelsturm: Erd- und Mauerwerk in der Teufelsturmleiten beim Bh. Leichberger, keine Beurkundung. Lit.: Pillwein, Traunkreis, S. 331; Jandaurek, Turmnamen, oöHmbl. 18. Jg., H. 3/4, S. 76. Lage: 1,6 v.u., 5,2 v.r.u. (50). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Der historische Name dieser geheimnisumwitterten Burgstelle, halben Weges zwischen den Ortschaften Himmelreich und Hölle (!) auf einem markanten Sporn oberhalb der Mündung des Teufelsbaches in die Steyr gelegen, ist nicht verbürgt. Von den Einheimischen Teufelsturm genannt, gibt die Burg seit Zeiten nicht mehr viel von sich zu erkennen, außer einem verstürzten Brunnenschacht, im Volksmund die „Teufelslucka“. Diese soll nach lokaler Überlieferung der Höllenfürst persönlich ausgehoben haben. Erste wissenschaftliche Untersuchungen reichen in die 1980er Jahre zurück, wobei der verstürzte Schacht bis zu einer Tiefe von etwa 20 m ergraben werden konnte. Der Höhlen- und Erdstallspezialist Josef Weichenberger observierte den Brunnen anschließend genauer und hob die letzten, mit behauenen Steinen eingefassten Meter in nicht ungefährlicher, ehrenamtlicher Arbeit aus. Die zu Tage geförderten Keramikscherben und Kachelofenteile sowie eine von Weichenberger angefertigte, exzellente Planskizze wurden zur Basis für die spätere Gesamtuntersuchung des Schachts; bis ans Grundwasser des Teufelsbaches hinabreichend, ist er mit etwa 30 m Tiefe und seiner aufwendigen Konstruktion eine burgenkundliche Besonderheit. [Wehrbauten von vergleichbarer Größe hatten in der Regel nur über Zisternen bzw. Keramikgefäße zum Sammeln von Regenwasser verfügt.]
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2