Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

1046 3 OG Dietach O/3/1 Aigen (Mayr zu Aigen) O/3/1 Aigen: Erdsubstruktion des Sitzes Aigen in einem Rundteich nächst dem Bh. Mair in Aigen. 1354 XII.20. Chvnrat Jans svn an dem Aigen verkauft seinem Vetter Perchtold Heinrichs svn von Grube all sein recht an dem Aigen, dez vnser Vater von grunt aus gepawet hat; 1357 VII.12. Perchtold an dem Aigen; 1371 I.8. Perchtold der Tawber, Richter zw Gaersten, an dem Aygen; 1377 II.2. Erber Knecht Perchtolt am Aigen; 1379 XI.10. Ott der Stadler auf dem Aygen; ca. 1593 Anschlag und Libell von Stadlkirchen: „dan am Aigen ain Burgkhstall, all da vor Jarn ain Edelmans Sütz gewest“. Quellen: oöUB VII/390 und 515, IX/194; VIII/503, IX/738; oöLA, Schl.A., Hs 16/3. Lit.: Grüll, Salzkammergut, S. 141 (hier irrig lokalisiert). Lage: 23,2 v.u., 15,0 v.li.u. (51). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. In der Urmappe ist der Sitz Aigen als Teichanlage mit Insel ausgewiesen (Parz. Nr. 1165, 1166 des Franz. Kat.). Die Lagestelle befindet sich in dem kleinen Gehölz etwa 0,2 km nordöstlich des bäuerlichen Anwesens vulgo Mayrgut im Aigen, das als Bauhof der kleinen Herrschaft anzusprechen ist (moderne Adresse: Aigenstraße 25). Die Waldparzelle weist eine versumpfte Teichanlage auf, in die eine aufgeböschte Halbinsel hineinragt. Es handelt sich dabei um den ehem. „Inselburgstall“. Aufgrund der Bautätigkeiten in der näheren Umgebung der Waldparzelle erscheint das Flurdenkmal akut gefährdet zu sein. B. GRÜLL 1963, Nr. 2, 141 (mit falscher Lokalisierung) C. D. 49239 KG Unterdietach, GST-NR 1165 (Inselburgstall), 1166 (Teich) E. X 82110, Y 330076 F. Burgstall O/3/2 Stadlkirchen O/3/2 Stadlkirchen: Wasserschloß Stadlkirchen, um das Jahr 1808 abgetragen, Nebengebäude und Kirche erhalten, in der O. und KG. Stadlkirchen. 1162 II.27. Lantfrit de Stadelen; 1380 Stadel circa Glunich; 1487 VII.27. Edel Jörg Kersperger zu Stadlkirchen. Quellen: oöUB II/318; oöSt.Urb. H/41; oöLA, Dipl. XXVI/8064. Lit.: Sekker, S. 266; Pillwein, Traunkreis, S. 290; Rolleder, Steyr, S. 395; Starkenfels, Der oö. Adel (Siebmacher), S. 385; Grüll, Salzkammergut, S. 103; Grabherr, Burgen, S. 296; W. Neweklowsky, Burgensterben, oöHmbl. 19. Jg., H. 3/4, S. 30; Jandaurek, Burgen und Schlösser, oöHmbl. 18. Jg., H. 3/4, S. 62. Lage: 23,8 v.u., 15,6 v.li.u. (51). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Das Wasserschloss ist in der Urmappe erkennbar, die Demolierung dürfte daher erst in der 2. H. des 19. Jhdts. erfolgt sein. Der Standort befand sich etwa 100 m südöstlich der Filialkirche hl. Margareta in Stadlkirchen. Noch vorhanden sind Teile des Mayrhofes sowie des Bräuhauses. Bezüglich der angeführten Katastralgemeinde (Stadlkirchen) zeigt Grabherr eine gewisse Kreativität, da es diese laut dem offiziellen Katastralgemeindenverzeichnis des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen gar nicht gibt. Das Ensemble befand sich in der KG Unterdietach. B. ROLLEDER 1894, 395ff. SEKKER 1925, 266f. SCHIFFMANN 1935b, 435 GRÜLL 1963, 103ff. GRABHERR ²1970, 296 DEHIO 1977, 321

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