Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

1017 A. Nach der Darstellung von Michael Wening war Schwendt eine weitläufige Anlage, die sogar einen mehrstöckigen Turm sowie einen Arkadenhof aufwies. Das gesamte Ensemble war von einem kreisförmigen Wassergraben umgeben. Das Schloss wurde um 1866 abgetragen, auf dem Areal wurde eine Sölde errichtet, wobei Abbruchmaterial benutzt wurde. Die Erdsubstruktion ist zwar heute weitgehend eingeebnet, aber im ALS-Geländemodell erkennbar. B. WENING 1721, 25 SCHRÖTTER 1779, 48 PILLWEIN 1832, 421 LAMPRECHT 1891, 115ff. FREY 1927, 246 SCHIFFMANN 1935b, 401 GRÜLL 1964, Nr. 115, 185 https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schwendt C. WENING 1721, B 54 D. 48240 KG Schwendt, GST-NR .1, 2/5, 2/7, 2/15 – 18, 52/2, 942/12; (nahe) Schwendt 1 E. X 13616, Y 365112 F. Burgstall (weitgehend eingeebnet) M/23/3 Hundshof (Pfarrhofbauer, Burgholz, Burgstallholz) M/23/3 Hundshof: Erdwerk im Burgstallholz nächst dem Bh. Mayr zu Hundshof, O. Gadern, KG. Taufkirchen; keine Beurkundung vorhanden. Lit.: Lamprecht, Archäologische Streifzüge (oöLA, Bibl. I 93); Grabungsbericht von G. Kyrle in: Sammler, Jg. 1909, Nr. 12, S. 4 und Jg. 1910, Nr. 3, S. 4. Lage: 17,3 v.o., 4,3 v.r.o. (29). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Lagestelle des Sitzes befindet sich auf der bewaldeten Kuppe am orographisch linken Ufer des Rainbaches, etwa 0,35 km südwestlich des Anwesens vulgo Pfarrhofbauer (Alter Pfarrhof) in Gadern. (Der Hausname vulgo Mayer zu Hundshof ist heute kaum mehr geläufig). Das Gehölz wird von der indigenen Bevökerung als „Burgholz“ bzw. „Burgstallholz“ bezeichnet. Johann Lamprecht und Georg Kyrle konnten hier ein etwa 20 x 15 m großes Mittelwerk verifizieren, das gegen das Hinterland durch einen Graben geschützt war. Bei einer Sondierung im Jahre 1909 durch Kyrle wurden mittelalterliche Tonscherben, ein Eisenmesser, ein Spinnwirtel sowie diverse „belanglose“ Objekte geborgen. Erwähnenswert erscheint, dass sich zwischen dem Burgstall und dem Pfarrhofbauern der Zugang zu einem hma. Erdstall befand. Anmerkung: Die Blattschnittkoordinaten sind völlig abwegig, denn sie verweisen auf das Areal 0,35 km nördlich des Anwesens vulgo Pfarrhofbauer (Alter Pfarrhof) in Gadern (KG Taufkirchen an der Pram, GST-NR 919). B. LAMPRECHT 1870/76 LAMPRECHT 1891, 2 KYRLE 1909, Nr. 12, 4 KYRLE 1910, Nr. 3, 4 SCHIFFMANN 1940, 59 (Pfarrhof) REITINGER 1968, 408 C. Planskizze von Johann Lamprecht (Tab. B, Fig. II) D. 48242 KG Taufkirchen an der Pram, GST-NR 867, 847/1 E. X 16076, Y 364272 F. Burgstall (stark beeinträchtigt)

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