1005 Kurbayerische u. Österreichische Defensionslinie, OG St. Roman M/18/2 Alte Schanz (Simling, Schauerlix) M/18/2 Schanze: Ausgedehntes Erdwerk einer Linienschanze nächst der O. Simling, OG. St. Roman, KG. Ginzldorf , die Grenze gegen das Gemeindegebiet von der MG. Engelhartszell bildend; Flurname „Alte Schanz“. Quelle: oöLA, Grenzkarte gegen das Hochstift Passau vom 21. XI. 1765, Krackowizer, Patentesammlung, Hs. 164. Lage: 3,5 v.o., 15,0 v.li.o. (30). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Das etwa 0,35 km lange Schanzwerk, das offensichtlich einen Abschnitt der österreichischen Defension im Spanischen Erbfolgekrieg bildete, befindet sich an einer Altstraße, etwa halben Weges zwischen dem Weiler Simling und dem Anwesen vulgo Schauerlix. Der in der Gegend nicht seltene Flurname Schefberg dürfte auf eine alte Handelsstraße hinweisen, die hier vorbeiführte. Das Erdwerk definiert die Gemeindegrenze von St. Roman und Engelhartszell, liegt aber laut Auswertung der ALS-Daten in der KG Ginzldorf, die zur OG St. Roman zählt. B. ROBL 2016 C. D. 48006 KG Ginzldorf, GST-NR 1892/19, 1891/15 – 16 E. 25831,30 / 371548,73 (nördlichster Punkt) 25843,87 / 371410,49 (Wegkreuzung) 25814,76 / 371235,86 (südlichster Punkt) F. Schanzwerk der österr. Defension (Linearwall) DATENSATZ / DATENSÄTZE IN KORREKTE GEMEINDE TRANSFERIERT: M/18/3 Kleiner Schefberg (Schnürberg, Schnierberg) M/10/2 Schanze: Auf dem Schnürberg, nächst der Höhenkote 525, der Linienwall mit einer Redoute, O. Schnürberg, KG. Neukirchendorf. 1702 von bairischen Schanzarbeitern auf Befehl des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern im österr. Erbfolgekrieg errichtet. Quelle: Commiss. Relation des Freiherrn G. A. Hoheneck (oöLA, Schl.A., Hs 17). Lit.: Lamprecht, Archäologische Streifzüge (oöLA, Bibl. I 93). Lage: 7,0 v.o., 8,2 v.li.o. (30). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Kurbayerische Befestigung auf dem sog. Schnierberg bei St. Roman (heute: Kleiner Schefberg) wurde von Johann Lamprecht in seinen „Archäologischen Streifzügen“ eingehend beschrieben. Darüber hinaus wurde eine gute Planskizze angefertigt. „Linien-Verschanzung auf dem Schnier-Berge bei St:Roman. Tab: G fig. V. Bei dem Ausbruche des Krieges zwischen Oesterreich u. Bayern wegen der Erbfolge auf den spanischen Thron ertheilte der Churfürst Max Emmanuel von Bayern im Oktober 1702 den Befehl, das an den Granzen gegen Passau, u. gegen das Land ob der Ens von der Donau weg, über St:Roman, Kopfing, St:Willibald, Zell, Taiskirchen, Geiersberg bis an den Eberschwanger-Wald befestigte Linien aufgeworfen, anderthalb Mann tiefe Gräben gemacht, hie u. da verschiedene Redouten u. Blockhäuser errichtet, u. durch die bayrische Landfahne besetzt werden sollen. Doch diese Linien erwiesen sich als vollig nutzlos; u. fürwahr, was konnten 2000 Landfähnler, welche auf die ganze, 10 Stunden lange Linie vertheilt waren, gegen die in einer Stärke von 12000 Mann bei Riedau über die Gränzen vorbrechenden Österreicher, welche die Verschanzungen am Geiersberg, bei Zell u. St:Willibald nicht achtend, gegen Ried, Schärding u. Passau vorrückten, u. allerorts die Landfahnen zurückwarfen, ausrichten? – Im April 1703 geschah es, das viele oberösterreichische Bauern u. Arbeiter mit Schützen u. Soldaten unter der Anführung des Freiherrn Georg v. Hoheneck von Peuerbach aus gegen die
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2