Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

1002 NEUER DATENSATZ / NEUE DATENSÄTZE: M/17/4 Holzleithen III A. Wilhelm Mahler konnte wenige Meter südöstlich des von Johann Lamprecht aufgenommenen „Burgstalles“, der als römisches Militärlager interpretiert wird, eine Geländeanomalie beobachten, die seiner Einschätzung nach den mittelalterlichen Sitz Holzluten (s. o.) darstellen soll. Die Fundstelle zeigt einen möglicherweise künstlich aufgeböschten Hügel, an dessen Nordwestflanke ein Hohlweg vorbeiführt. An der Südostseite liegt die Trasse der in den Jahren 1875 bis 1877 erbauten (verlängerten) Salzkammergutbahn. Aufgrund der Überformung des Areals durch den Bahndamm lässt sich heute schwer abschätzen, ob hier tatsächlich ein Burgstall vorlag. Bei einer Begehung des Regionalforschers Josef Fischer konnten jedenfalls keine gesicherten Spuren eines mittelalterlichen Sitzes verifiziert werden: „Die von Mahler vermutete Lagestelle des Burgstalls Holzleiten lässt sich meiner Meinung nach durch Geländestrukturen nicht verifizieren. Durch den Eisenbahnbau wurde die Stelle so stark verändert, dass sich nicht wirklich sagen lässt, ob dort ein natürlicher oder künstlicher Geländeinschnitt vorlag. Was ebenfalls seltsam erscheint, ist dass Lamprecht zwar die inzwischen völlig eingeebnete Struktur weiter westlich beschreibt, aber den Burgstall bei der Bahn mit keinem Wort erwähnt.” Der gesuchte Sitz Holzluten dürfte sich in Bayern befunden haben, allerdings liefert der Historische Atlas von Bayern keine konkreten Hinweise. B. SCHIFFMANN 1935a, 502 MAHLER 2013 C. D. 48234 KG St. Marienkirchen, GST-NR 956 E. X 7161, Y 359880 F. Fragliches / Mögliches Erdwerk M/17/5 Gerau A. Nach Theodor Ebner befanden sich im südlichen Mündungswinkel des Todtenmannbaches mit dem Altlauf der Antiesen zwei kegelförmige Hügel, auf denen nach lokaler Überlieferung ein „Schloss“ gestanden haben soll. Im LiDAR sind diese Hügel allerdings nicht erkennbar. B. SCHIFFMANN 1935a, 345 EBNER 2003, 265f. C. D. 48205 KG Dietrichshofen E. X 6166, Y 359002 F. Fragliche / Mögliche Befestigung M/17/6 Dietrichshofen A. Wilhelm Mahler erwähnt einen Burgstall, der sich beim Anwesen vulgo Oswaldenhäusl (Mesnerhaus) in Dietrichshofen 8 befinden soll. Die Digitalen Geländemodelle zeigen einen aufgeböschten Sporn, auf dem das angeführte Gebäude steht. Weitere Merkmale sind nicht vorhanden. B. SCHIFFMANN 1935a, 199 C.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2