Zisterzienserstift Schlierbach

lenmäßig nachweisbar in Schlierbach Fresken gemalt hat. Stilistisch homogen erweist sich eine dritte Freskengruppe, die vor allem durch eine zusammenfassende Malweise, deftig-stereotype Gesichter sowie ein eher einsilbiges Kolorit gegenüber den anderen Fresken deutlich abfällt. Dazu gehören auch die Szenen des Marienlebens. Vielleicht steht hinter dieser Künstlerpersönlichkeit der ansonsten nicht weiter bekannteMaler Philipp Jacob Hofwenger, der 1699 über vier Wochen Gehaltsempfänger des Stiftes war. Die Fresken sind ein wichtiger Beleg für die WaUfahrtsforschung und ein Zeugnis der zisterziensischen Marienverehrung. Der Lobpreis Mariens in der Schlierbacher Kirche findet hier seine Fortsetzung . Diese reichere Ausgestaltung geschah im Hinblick auf ein Kunstwerk ersten Ranges , für das man eine Nische in der Mitte des Ganges, analog den gotischen Brunnenhäusern ,erbaut hatte:die überlebensgroße Schlierbacher Madonna. Die Schlierbacher Madonna Die Schlierbacher Madonna zählt zu den schönsten Madonnenbildern des Landes. In der Kleidung und Haartracht des 14. Jahrhunderts dargestellt , hält sie in einer Hand das Kind, in der anderen die Traube, das Symbol der Fruchtbarkeit und der Gnade. Für das Kloster ist die Statue nicht nur ein Kunstwerk , sondern in ihr wird Maria verehrt. Beim Beginn des Klosterlebens durch die Profess zieht man zu ihr, und auch am Ende wird der Mönch zu ihren 45 Schlierbacher Madonna Füßen aufgebahrt , bevor er in der gegenüberliegenden Gruft unter der Kirche beigesetzt wird.

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