Quo vadis, Jugendkultur

Einleitung „Die globalisierte Welt ist gleichgeschaltet. Es gibt keine Alternativen mehr. Die Zeit der Revolten ist vorbei." So wird der renommierte Jugendforscher Bernhard Heinzimaier im Interview für die Onlinezeitung meinbezirk.at vom 29.5.2017 zitiert.^ Ist dies tatsächlich so? Oder gibt es auch heute noch eigenständige Jugendkulturen, vergleichbar mit jenen des 20. Jahrhunderts? Dieser Frage wird in der folgenden Arbeit nachgegangen. Vorangestellt werden Definitionen einiger wichtiger Begriffe, die in der einschlägigen Literatur immer wieder diskutiert werden und auch Eingang in den vorliegenden Text gefunden haben. Im Hinblick auf die große Anzahl an Jugendkulturen, die insbesondere ab den 1950er Jahren bis zur Jahrhundertwende in Erscheinung getreten sind, werden im zweiten Kapitel vor allem jene näher behandelt, die das Bild ihrer Generation nachhaltig geprägt haben. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine allfällige politische Motivation gelegt. Als Grundlage wurde im Wesentlichen Literatur aus der Jugendforschung herangezogen. Ausführliche Interviews mit zwei Zeitzeugen, die den Jugendkulturen der Punks bzw. der Alternativen angehört haben, waren als valide Quellen von besonderer Bedeutung. Im dritten Teil folgt ein Überblick über die heutigen Jugendszenen, im Einzelnen werden einige aktuell populäre Szenen vorgestellt. Die Daten dazu stammen im Wesentlichen aus Publikationen anerkannter Jugendforscher. Der abschließende Vergleich befasst sich mit der eigentlichen Fragestellung und besteht in Schlussfolgerungen aus den vorangegangenen Kapiteln. ^ Klenner, Marie-Theresia: Jugend ohne Kult: Wo sind die Mods, Punks und Gruftis? https://www.meinbezirk.at/wien/c-lokales/jugend-ohne-kult-wo-sind-die-mods-punks-undgruftis_a2061537, 20.2.2019

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