Sarning - Pyrach - Reichenschwall

54 Stelzhamerstraße 20 Sarning 747 1937 Matthias, Franz und Johann Hanger und Johanna Geierlehner Stelzhamerstraße 22 Früher Sarning 742 1937 Matthias, Franz und Johann Hanger und Johanna Geierlehner, Zimmerplatz und Sägewerk zu Neustift. Stelzhamerstraße 28 Wohnhausanlage der GWG der Stadt Steyr, früher Parketten- und Leistenfabrik des Ing. Carl Neudeck (* 29.6.1905, + 30.12.1970), erbaut 1950. Der Architekt gründete 1931 einen Bau- und Zimmereibetrieb, der an der Spitze einer Arge der Steyrer Baufirmen mit 2000 Arbeitern den Stadtteil Münichholz errichtete. Er war Erfinder und meldete fünfzig Patente, darunter eine freitragende Betondecke, an. Ca. 1968 Polstermöbelfabrik der Wilhelm Knoll GmbH. mit 1200 Quadratmeter Betriebsfläche. Stelzhamerstraße 28b Wohnhausanlage der ... Stelzhamerstraße 32a-32k 4 Häuserblöcke mit 88 Wohnungen der Ersten gemeinnützigen Wohnungs-Genossenchaft, 1964-1967 errichtet und 2010-2012 generalsaniert. Stelzhamerstraße 51 Klausberger-Villa. Besitzer 1998: Mag. Gerhard Klausberger (* 16.6.1950 in Weyer), Professor, 1985-1990 und 1997-2015 Gemeinderat, 1990 NR-Abgeordneter, 1990-1995 Landesrat, 1991-1996 Vorsitzender des SP-Bezirks Steyr, 1997-2012 BSA-Obmann, 1998-2002 Obmannn SP Sektion Steyr 1 . Tomitzstraße Tomitzstraße 1/Leopold-Werndl-Straße 8 Schwarzhof siehe auch Leopold-Werndl-Straße 8 Das Gebäude Tomitzstraße 1 war der Schwarzhof, der ehemalige Maierhof der Stadtpfarre. In der alten Stadtmappe ist er als „Plutzenhöfl“ eingezeichnet. Vermutlich hieß er jedoch zuvor Gallerhof. Es war ein Vierkanter, vom dem der Südflügel lange bestehen blieb. Er war ursprünglich den Herren von Losenstein dienstbar. 1622 wurde im Pfarrkirchenurbar eingetragen: „Das Gut am Zielbosch in der St. Mareiner Pfarre hat vor diesem jährlich einen Gulden 17 Pfennige zur Pfarrkirchen gedient. Weil aber dasselbe Herrn Christoph von Losenstein im Wechsel für den Schwarzhof übergeben worden, so hat daher ein Spitalmeister allhier zu Steyr hiervor angedeuteten Dienst zur Pfarrkirche richtig gemacht und bezahlt.“ Nach dem Steuerbuch 1620 war Magdalena Schwarz die Besitzerin des Hofes. Der Hof gehörte 1567 dem Handelsmann Wolf Urkauf, 1598 dem Matthias Rädlinger. Da 1630 die Grundfeste zum jetzigen Pfarrhof gelegt, der Bau aber ins Stocken geriet, kaufte Stadtpfarrer Achazius Schrott am 9.8.1638 den Hof als Verwendung für das Pfarramt. Bis 1687 diente er als Wohnsitz für die Geistlichen.379 Der Hof war in der Mitte des 17. Jahrhunderts als Freihaus erwähnt. Der Wirtschaftstrakt wure 1867 abgebrochen, der Wohntakt um 1973 bei der Verbreiterung der Werndlstraße. Der Baluster des Holzbalkons stammt vermutlich aus dem Kloster Garsten, wie die Figuren (Halbmond und Stern) des Klosterwappens zeigen. Schön geschnitzt sind die Figuren an den Säulchen des Balusters. Es sind interessante Köpfe, nach welchen man die Haar- und Barttrachten von Männern, aber auch die Kopfbedeckungen von Männern und Frauen verschiedenen Standes um 1700 studieren kann. Anscheinend ist auch ein gekröntes Haupt dabei. Der mittlere Baluster jeder Seite zeigte ein Wappen. Links das Wappen des Abtes Anselm Angerholzer, der 1683-1718 Abt von Garsten war, an der Vorderseite den Steyrer Panther, und recht das Garstner Wappen, den sechszackigen Stern über dem Halbmond. Da der Hof 1783 abbrannte, ist anzunehmen, dass der Baluster erst nachher errichtet wurde.380 379 Schroff, Annalen VI, 719 380 Friedrich Berndt, Der Schwarzhof zu Steyr, OÖN Heimat und Welt 29.5.1957

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