36 1891-1918 Dr. Franz Angermann (* 5.11.1854 in Klagenfurt, + 26.11.1918), Schwiegersohn des Johann Hochhauser. Er besaß auch das Haus Aichetgasse 2.253 Pächter bis 1901: Michael und Clara Pflügl, die übersiedelten in den Gasthof Stadtplatz 38. Pächter 1915: Josef Zifferer (* 1856, + 1932). 1921- Dr. Camillo Peyrer-Angermann, Rechtsanwalt, und Anna Lundwall, Adoptivkinder des Dr. Angermann, je zur Hälfte. Peyrer-Angermann erwarb 1932 auch die zweite Hälfte. Pächterin 1935: Theresia Platzer, 1937: L. Köbl. Am 17.4.1940 wurde von Präsident Dr. Egbert Mannlicher im Steyrer Casino die neue Verwaltungsakademie eröffnet.254 1947- Wirtschaftsverein „Arbeiterheim“ (gegründet am 4.3.1906) mittels Tausch- und Übergabevertrag vom 24.10.1947.255 Der bestellte Bauausschuss, bestehend aus den Herren Huemer, Schanovsky, Schartmüller, Schöllhammer und Prokesch beauftragte den Steyrer Architekten Dipl.-Ing. Franz Schlacher mit der Ausarbeitung eines geeigneten Umbauplanes des Gebäudes. Im großen Konzertsaal haben 400 bis 500 Personen Platz, außerdem steht noch ein kleiner Saal mit einem Fassungsraum von 150 Personen zur Verfügung. Das Casino wurde 1947 eröffnet. Pächter war 1949 Rosa Handlgruber.256 Auf einer Marmortafel im Vorraum des neuen Arbeiterheims ist zu lesen: „Nach wiedererlangter Demokratie errichteten die Steyrer Arbeiter zukunftsfreudig und opferbereit dieses Heim. Es ist auch der Kunst, Bildung und Geselligkeit gewidmet.“ Am 24.10.1952 wurde das „neue Casino“ durch Landesrat Kolb, Stadtrat Schanovsky und Vizebürgermeister Koller eröffnet. Der Saal wurde renoviert, für die Ventilation wurde eine neue Lösung gefunden, so dass der große Raum in wenigen Minuten mit frischer Luft versorgt werden konnte. Prächtige Kristall-Luster und Wandarme verliehen dem Saal eine festliche Note.257 Pächter 1956: N. Preisinger 1978 modernisierte der Verein Arbeiterheim mit einem Aufwand von 5 Millionen Schilling das Casino. Die neue Küche war für 200 Menüs konzipiert.258 1986 wurde der große Saal neuerlich renoviert und das Gewölbe im großen Saal freigelegt. Im Jahr 2000 wurde der Saal gesperrt. Im Quergebäude mietete sich die Wiener Städtische Versicherung ein. Im ehemaligen Restaurant-Trakt zog mit „Charity Gaming“ (Admiral) eine Tochtergesellschaft des Zivilinvalidenverbandes ein. In einem Zubau (Architekt Rupert Falkner) fand das Bezirkssekretariat der SPÖ Platz.259 Nach einer neuerlichen Renovierung 2003 kann der Saal mit einen Fassungsvermögen von 424 Personen gemietet werden. Leopold-Werndl-Straße 10a Bürohaus der Wiener Städtischen Versicherung, erbaut ca. 2015. Leopold-Werndl-Straße 12 Reichenschwall 746, Nebenhaus des Casinos, dann Kindergarten der Kreuzschwestern. Besitzer 1916: Franz Kirchberger und Emma geb. Moser. 1937 Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Kreuz in Linz. Leopold-Werndl-Straße 13/Reithoffergasse 2-2d Steindl- oder Reithoffer-Villa Bis 1891 Pyrach 23, EZ. 87, Gem. Garsten, ab 16.12.1891 EZ. 478, KNr. 532, Grundbuch Steyr. Besitzer: 1874-1894 Karl Steindl, Oberingenieur und Kontroll-Chef der k. k. privilegierten Kronprinz-Rudolf-Bahn, kaufte das Grundstück von Dr. Johann Hochhauser und seiner Frau Theresia 1894-1899 Josef I. Reithoffer (* 1864 in Wien, + 21.6.1928 in Gmunden), Generaldirektor der Gummi- und Kabelwerke Josef Reithoffer’s Söhne AG in Wien, mit Kaufvertrag vom 4.9.1984, Ehrenbürger der Gemeinde Garsten. Josef II. Reithoffer (* 22.8.1864 in Wien, + 21.6.1928 in Gmunden), Sohn des Josef I., studierte an der TU Wien.260 Ab 1888 Teilhaber in der Familienfirma. Ca. 1894 kaufte er die Steindl-Villa (Leopold-WerndlStraße 13, Gem. Steyr).261 1923 wurde die „Josef Reithoffers Söhne OHG“ in die „Gummi- und Kabelwerke 253 Amtsblatt der Stadt Steyr 12/1963 254 Jahrbuch des Kreises Steyr 1941 255 StKal 1950, 241 256 StKal 1950, 232 257 StKal 1954, 124 258 StKal 1980, 66 259 OÖN vom 8.11.2000 260 StKal 1914, 144 mit Bild 261 Alpen-Bote 3.6.1894
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