24 Steyrtalbahn Die Katastralgemeinde Sarning hatte auch einen „Bahnhof“. Er befand sich an der Leopold-Werndl-Straße gegenüber der Abzweigung der Sarninggasse. Ab 1982 wurde das Teilstück Garsten-Steyr stillgelegt und abgebaut. Das erste Teilstück von Garsten nach Grünburg wurde ab 1888 gebaut und am 20.8.1889 in Betrieb genommen. Die restliche Strecke bis Klaus mit Anschluss zur Pyhrnbahn wurde in zwei Etappen am 19.11.1890 und am 26.10.1909 eröffnet. Die Zweigstrecke von Pergern über Sierning nach Bad Hall, wieder mit Anschluss an die Pyhrnbahn (damals noch als Kremstalbahn bezeichnet) in Rohr, wurde am 2.12.1891 eröffnet. Der Eigenbetrieb erfolgte bis zum 27.2.1931, dann übernahmen die ÖBB die Betriebsführung. Abzweigungen der Bahn gab es zum Huber-Sägewerk (Stelzhamerstraße 16) und zum Reithofferwerk (bis zum Objekt Leopold-Werndl-Straße 25). Mit 1.1.1940 wurde die Strecke verstaatlicht. Bis zur Einstellung des Planbetriebs wurde die Steyrtalbahn ausschließlich mit Dampfloks betrieben, eine Besonderheit in ganz Europa. Am 26.5.1968 wurde die Strecke von Molln nach Klaus stillgelegt.194 Mit 28.2.1982 wurde der Betrieb zur Gänze eingestellt und ab Juni 1985 von der ÖGEG auf der verbliebenen Strecke Steyr-Lokalbahnhof-Grünburg ein inzwischen sehr erfolgreicher Museumsbetrieb mit ausschließlich ehrenamtlich tätigem Personal geführt. Auch die Museumsbahn wird ausnahmslos mit Dampfloks betrieben, drei ebenfalls museale Dieseldraisinen dienen der Streckenerhaltung. Die Steyrtal-Museumsbahn wird nicht als Touristikbahn betrieben, sondern authentisch wie zu Zeiten des Planbetriebes. Tunnel Tomitzstraße-Wehrgraben Zur Schließung des Innerstädtischen Verkehrsring war es nötig, eine Verbindung von der Tomitzstraße zur Schwimmschulstraße zu schaffen. 1980 wurde eine Ausschreibung durchgeführt, die 21 Varianten erbrachte, die an technischen Problemen oder zu hohen Kosten scheiterten. Dann wurde die Tunnellösung geboren. Die Häuser an der Tomitzstraße und das Schloss Engelsegg blieben unangetastet, der Vorwärtsplatz wurde untertunnelt. Das gesamte Baulos hat eine Länge von 378 Meter und eine Steigung von 5,15 bis 7,7 Prozent. Der Tunnel selbst ist 180 Meter lang. Gebaut wurde 1987-1989 mit Kosten von 60 Millionen Schilling.195 194 Manfred Brandl, Neue Geschichte von Steyr, 138 195 Amtsblatt der Stadt Steyr 6/1985 http://steyr.dahoam.net/?paged=2831&p=category%2Fautoren%2Fhenz-rudolf%2F&lcp_page0=34
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2