Nr. 4 wie man steht, dem Geiste der Menschen unter¬ than — er hat sie bezwungen! Und doch, große erhabene Natur, wie viele Räthsel gibt du dem Menschen noch zu lösen, wie viel Unglück und Elend waltet noch auf Erden! Wird der Erfindungsgeist des Menschen, eine Kunst, sein Wissen, wird es auch im Stande sein, die vielen Thränen Unglücklicher zu stillen, sie zum hellen glänzenden Lichte zu führen, so hell und glänzend, wie das den rohen Natur¬ traften abgewonnene elektrische Licht? Hoffen wir es. Sollen wir aber auch an den französischen Romancier glauben, wird seine Reise nach dem Mond auch eine Wahrheit: Da schüttelst du das Haupt, schöne Leserin? Du trägt: Können denn die Mondenschen auch lieben? Du aber, Leser und Mann des Wissens, frägt vielleicht früher noch: Gibt es auch einen Weltkörper, in welchem der Geist eines Wesens mehr geschaffen, mehr errungen hat, als wir auf unserer kleinen Erde: Die Sterne eifern mit dem glänzenden Lichte, das sich der Mensch angezündet und das ihren Glanz zu verdunkeln droht. Weißt du auch, welches Licht ich meine? Die Stadt und der Aus¬ stellungsplatz geben die jetzt allabendlich die klarste Antwort. Nacht ist's, große Stille rings umher, wir befinden uns in einem größeren Telegraphen¬ Bureau, nur das regelmäßige Ticken des Relais unterbricht jene Stille. Der dienst habende Beamte lehnt nachlässig im Arbeitsstuhle, seine Cigarre ist fast verglommen, sein Auge mude von mancher langen diensthabenden Nacht. Aus allen Welt¬ gegenden kreuzen sich hier die Depeschen, man nennt solche Uebertragungspunkte Translationen, und sie erfordern die vollständigste Aufmerksamten des Beamten. Aus stürmischer Nacht führen die Drähte über Land und Meer ruhig und gewissenhaft ihre Depeschen, der elektrische Strom, welcher durch die Spulen des Elektromagneten führt macht die weichen Eisentorner magnetisch, welche den Hebel des Relais anziehen und jener ver¬ stärkt durch eine Batterie den Apparat in Be¬ wegung setzt. Fortsetzung folgt.) Interessantes für Fremde. Sehenswürdigkeiten: Stadtpfarrthurm mit schöner Aussicht (Meldung beim Meßner), r. k. Vereinigte Fachschule und Versuchs¬ anstalt für Stahl= und Eisenindustrie. (Die Anstalt und deren reichhaltige Messersamm¬ lung ist bis inclusive 13. September mit Aus¬ nahm; der Sonn- und Feiertage täglich Vor mittags von 10—12 Uhr dem freien Zutritt des Publicums geöffnet. Während dieser Zeit wird der Estos der k. k. Fachschule, Herr Anton Petermandl, die nöthigen Explicationen bezüglich der Muster sammlungen der Anstalt ertheilen); permanente Gewerbe=Ausstellung; die culturhistorische Ausstellung (Bügerschulgebände) ist ab 6 An¬ gust täglich schon um 8 Uhr Früh geöffnet. Wendliche Schwimmschule, Stadtpfarrkirche, Losen steiner=Capelle in Garsten. Spaziergange: Ennsleithen mit Uebersicht über die Stadt, Tabor, Daxberg, St. Ulrich, Garsten, Christkindl, Gleink. Eine prächtige Rund schau mit Hochgebirgsaussicht bietet der Damberg auf seiner Warte (1½ Stunden von Steyr. Versonen-Verkehr. 1. Ausstellungsbesuch. Ohne Zurechnung der Permanenz=Karten wurden bezahlte Eintritts-Karten ausgegeben u. zw. passirten am 4. August bei dem Tourni¬ quet I (Redtenbacherstraße) 38. Tourniquet 11 (gegen Berger) 392, Tourniquet III (bei Kammer¬ hofer) 349, Tourniquet IV (Engelsegg, 70, die culturhistorische Ausstellung 418 Personen; zu¬ sammen 1267 Personen. 2. Bahnverkehr. Angekommen: 762 Personen. Abgereist: Von den vom 15. August angekommenen Personen sind somit 1620 noch nicht abgereist. „Steyrer-Ausstellungs-Zeitung. Angekommene Tremor. Hotel Crammer (Eiselmeyr). A. Saxlehner, Weingroßhandler, aus Buda¬ pest; E. Wiholzl Handelskammer=Präsident aus Linz, C. Moll, Kaufmann, aus Wien; Ritter v. Frank, Verwaltungs=Rath, aus Wien; Baron Seßler, Geheimer Rath, aus Wien. E. Froh¬ mann, Bezirksrichter, aus Pest; W. Bäscher, Kammer=Rath, aus Wien; F. Gattinger, Ober¬ Inspector, aus Wien; C. Neubauer, Director u. Verwalt-Rath, aus Kruman; E. v. Haas, Apotheker, aus Budweis; F. Hartmuth, Fabriks¬ Besitzer, aus Wien; Dr. M. Edlbacher, Reichs¬ tags= und Landtags=Abgeordneter, aus Linz, . Koll, Kaufmann aus Wien; E. Hönig, Fabriksbesitzer, aus Wien: Koloman v. Kobos, Hofrath, aus Pest; A. Sornig, Kaufmann, aus Wien; O. Rognar, Forst=Adjunkt, aus Graz; Freiherr Paul v. der Ropp, Privat, aus Pest; 2. Gatterer, Forst=Adjunct, aus Admont Dr. Balduin v. Wiesynau, Advocat, aus Brunn; N. Stumpf, Gutsbesitzer aus Triest; L. Brunner, Kaufmann, aus Wien; Franz Meisel, Fabri¬ kant, aus Wien; der Machen, Inspector, aus I. Kappel, Rentier, aus Wien; Wien; F. Heimel, Maschinen-Ingenieur, aus Wien; S. Losch, Kaufmann, aus Linz, S. Guttmann, Kaufmann, aus München; M. Edler v. Romari; k. k. Lieutenant, aus Wien. Zeilberger's Gasthof „Zum rothen Krebs Anna Knoten, Privat aus Leitmeritz; Zoento Knögen, k. k. Beamter aus Linz, Franz Kamp¬ muller, sammt Schwester aus Linz Christian ettinger, Lehrer aus Goisern; Ferdinand Rech, Theolog aus Schlägt; P. Karlmann Seybald, Cooperator aus Weißkirchen; Franz Fischboa, Schulleiter aus Erlatloser; Josef Fischböck, Pfarrer aus Bücherssidl; Josef Stadler sammt Franz Walters¬ Sohn, k. k. Professor aus Linz, berger, Bierversilberer aus St. Pölten; Anton Lengenfelder, Schulleiter aus Großraming; Louis Hamberg sammt Gattin, Fabrikant aus Wien; Johann Plansteiner, Kaufmann aus Villach; Anton Fink sammt Sohn und Tochter, Gasthofbesitzer aus St. Pölten; Johann Kirch¬ steiger, Cooperator aus Steinbach; Carl Holly, Capitular=Canonicus aus Mattsee. Bei Kaufmann Herrn Metz in Steyrdorf. Herr Simon Mautner, Pelzwaaren-Fabrikant aus New-York; Herr Löwenthal, Chef der Firma Hamel & Löwenthal, En gros Wein= und Liqueur¬ Geschäft, New-York. Neuestes Telegramm „ihr Ausstellungs=Zeitung. Wien, 5. August. Ein kaiserliches Handschreiben bestimmt, daß in den Sta= tuten des Stefansordens, Leopolosordens und eisernen Kronenordens jene Bestim¬ mungen aufgehoben werden, welche mit den einzelnen Ordensgraben den Anspruch auf eine Standeserhöhung oder Verleihung Wiener Börse. Original=Bericht der Allgem. Depositenbank. Wien, 4. August. Die durch das Scheitern der egyptischen Con¬ Die Abgaben sind allerdings gering und das er¬ dendere Wirkung übten, sondern nur ein mäßiges Abbröckeln der Course zu verzeichnen ist, nur Lan¬ derbank=Actien erlitten eine stärkere Einbuße, weil es hieß, daß der Abschluß des serbischen Anlehens auf Schwierigkeiten stoße, den Depositenbank=Actien tam dagegen der großere Viehaustrien zu statten. Seite 5 Ungünstige Nachrichten über den Getreide=Export verursachten eine Abschwächung auf dem Trans¬ por aktien-Markte, nur Tramway waren besser be¬ zahlt. Tabak=Actien stellten sich, trotz mehrfacher Bemühungen den Cours derselben zu heben, billiger und notiren 124.50: auch Drasche erlitten eine Einbuße bis 148.75, während Unionban mit 82.50 eine wesentliche Besserung zeigen. Reuten blieben unverändert, Valuten versteiften sich. Schlusscurse am 4. August: 2390 Nordbahn 311.25 Credit 8105 Mai=Rente 312.50 Ungar. Credit 96 15 5% öst. P.-N. 111.75 Anglo 89.05 Ung. Pap.-N. 105.75 Union 10.25 Oest. Goldr. 107. Bankverein 215 Ung. Goldr. 103.25 Länderbank 82.— Silber=Rente 206 — Depositen 60.60 Alpine 250.— * Tramway Prager=Eisen. 193 50 315.25 Staatsbahn 965 Napoleons 270.75 Carl Ludw. 121.50 Lombarden 150.- Rubel 183 — London 121.50 Elbethal 48.30 Paris 551.— Lloyd Marknoten 559 — 59.45 Dampfsch Telegramm. Wiener Curse am 5. August Mittags: Oesterr. Credit 313.40, Ungar. Credit 314.70, Länderbank 103.90, Tramway 215 50, Staatsbahn 313.70, Lombarden 149.80, Mairente 81.01, lugar. Goldrente 92.27, Alpine 60.70, Mark¬ Noten 59 50, Türkische Tabakaktien 126.50. Still. Die Filiale der gen Depositenbank in Steyr, Hauptplatz 22 übernimmt Geldeinlagen auf Sparbucher und Cassa=Scheine. Die Verzinsung der Geld¬ Einlagen beginnt sowol für Sparbücher als für Cassascheine von dem auf den Einlagstag folgenden Werktag. Die Filiale besorgt ferner den Ein= und Verkauf aller Gattungen Staats= und Industrie=Papiere, Lose, Prioritäten und Pfandbriefe, Gold- und Silbermünzen, die Einlösung von Coupo s 2c. und empfiehlt sich zur Ausführung aller in das Bankgeschäft einschlägigen Aufträge. Vorschusse auf Staats- und Industrie=Papiere werden zu den billigsten Bedingungen ertheilt. Witterungs=Bericht. Telegramm der meteorologischen Central¬ Anstalt Wien. 5. August 1884, Mittags 12 Uhr. Niederster Barometerstand: 755 Millimeter. Ort desselben: Rußland. Höchster Barometerstand: 770 Millimeter. Ort desselben: Nordsee. 2. Minimum des Barometerstandes: — Wind: Ruhig. Bewölkung: heiter. Niederschläge: Gewitter wahrscheinlich, Temperatur: zunehmende Wärme. Bemerkung: keine Aenderung in den nächsten Tagen voraussichtlich. Steyr, 5. August 1884, 1 Uhr Mittags. Wind=Richtung: nordöstlich, Stärke gering. Bewölkung: heiter. Niederschlag: Temperatur: 29•4° C. Bemerkung: anhaltend schönes Wetter mit zeitweiligen Gewittern voraussichtlich. Temperatur des Wassers am 5. August 1884. Ennsfluß: 14. Bad in Schönau 16° R. Schwimmschule: Ramingbach 17° N. 15. (Griemu
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