Oberösterreichische Weistümer

II. Forstreeht (1587) 381 [6.] Frag:Waß ain forst- und urbarman für holz ain jähr lang [als] prenwidt und Zimmerholz macht zu schlachen hab. Urthail; Ist zu recht erkennt: sein zimmliche notturft, doch mit vor wissen des vorsters abzuhacken. [7.] Frag: Wan ain forstman auß dem vorst ploch, floß oder rueder 5 auf die Albm ohne erlaubnuß der herrschaft Schärnstain schlueg, waß darumben recht sei. Urthail: Ist zu recht und von alters herkumben: wo er soliches thuet, ist von ieden pämb der herrschaft verfahlen 5 fl 2 ß. [5.] Frag: Wievill ein vorstman ploch auf die Lauttach zu dem kais. lo cammerguet zu schlachen macht hab. Urthail: Ain vorsstman soll jährlichen mehrers nit alß acht ploch zu stögladen zu schlachen und alßdan soliche laden gen Gmunden zu fiehren und zu versilbern macht haben; welcher aber mehrers abschlegt oder auch die laden iemand andern, es seie gleich burger oder paurn,zu denen gepeuen i5 und nicht zum cammerguet verkauft, der ist für iedes ploch oder sovill laden alß 5 fl 2 ß der herrschaft Schärnstain zu wandl verfahlen^). [9.] Frag: Wan ein forstman ohne erlaubnuß und bewiUigung der herrschaft Schärnstain ihr viech in den vorsst oder plaimbbesuech treibt, waß darumben recht sei. 20 Urthail: Es soll weeder vorsstleit noch andern ihr viech ohne erlaub nuß und bewilligung der herrschaft nicht in den vorsst gelassen werden, allain sie thuen soliches mit bewüligung und vergleichung. Wer oder weliche aber darüber betretten werden, seind fier iedes haubt viech der herrschaft zu wandl verfallen 5 fl 2 ß^). 25 [10.} Frag: Wann ainer jung- oder Zimmerholz zu prennwidt schlecht und läst darneben windfähl tieren oder altholz stechen, waß er darumb schuldig, dadurch der vorst geöedti). Urthail: Ist im recht erkennt und von alter herkumben: wer soliches thuet, ist verfallen das frävelwandl 5fl 2 ß"^). 30 [II.] Frag: Wan ainer holz ohne des vorssters^) vorwissen schlecht, des doch mit nichtig sein soll, waß er darumb der herrschaft zu thuen™) schuldig? Urthail: Ist mit") recht erkent, wann ainer im vorst Zimmerholz, speltholz, sagholz oder ander geschlacht") holz zu seiner haußnotturftP) 35 ausser des vorsters willeno)schlecht, von ainem ieden stamb das frävelwandl 5fl 2 ßU- [12.] Frag: Wan ainer mit gfar sperbernöster verderbt, was derselb darumb schuldig. Urthail: Ist im recht erkent, wan es ainer mit wissen thuet, ist er 40 das vorsstwandl zu geben schuldig 5 fl 2 ß®) s). ^) Hierzu Bandbemerkungen: Ä wird nicht gelesen;B nicht ^) Hierzu Rand bemerkungen: A wird nicht gelesen; C ist hinfüro außzulassen. ') Hierzu Rand bemerkung in A:wird nicht gelesen. 1)dadurch der vorsst geöedt f. 5fl 2 ß]6 60 .3i ')ohne des vorssters]45 ausser der vorsster ")wandl ") in ") f. ") zu seiner haußnotturft f. «) fh. und wissen '}5 ü 2 ß ]b 60S, s)5fi2ß]6S^60a,

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