316 Herrschaft Steyr prechen, als nagst er mag; ob er aber auß der herrschaft nit für und saß hinder der herrschaft und kaufet si[cli] auch nit an,so soll er es dem ambtman vergueten, an willen und wissen der herrschaft nicht außzufaren; ob auch ain urbarman verkauft in der herrschaft, das soll der ambtman ansagen der 5 herrschaft; that er es aber nitt, so soll in die herrschaft darumb straffen. Auch darnach hat der ambtman den urbarleuten zu leihen und hat davon nit mer, dan als vil ainer gibt zu unser lieben Frauen tag der dienstzeit, das ist die anlait; und wan der ambtman den diensttraid beredt, so soll in der urbarsman in vierzehen tagen gerechten und gen hof bringen; thät er aber 10 das nicht, und was des der ambtman schaden nämb mit zerung und wie, das soll der urbarsman bezaln;... [10.] Item auch wie sich die urbarleut miteinander friden sollen: es soll auch ainer dem andern nit zu nahend friden noch zeinen, der es aber thät,der ist der herrschaft das wandl verfallen 6 ß .S) und dem ambtman12 Hi15 Und auch ob ainer dem andern die rainstain oder marchpäm außgruebe und verkert, der ist der herrschaft verfallen das fravelwandl 5 und dem ambt man 60 Hl- Und auch die urbarleut sollen kain holz nitt sclilahen, das sie verkaufen wollen,,aus dem Schachen an wissen und willen aines amptmans; ob es aber geschach an erlaubens, so soll in die herrschaft darumb straffen. 20 Auch ob ainer dem andern in sein holz gieng und schlieg im holz ab under seinem willen, als oft er ain stam abschlecht, sooft ist er zu wandl der herr schaft 6 ß .5) und dem ambtman 12 .Sj. Ob auch ainer vor seinem urbar der Weeg zusprach, da die landstraß get, so ist der urbarman selbstwandert ain tag schuldig zu machen, und was er dan nitt machen mag, das soll er dem 25 ambtman ansagen; und die herrschaft und [der] ambtman sollen die gemain darzue schaffen,damit der weeg und [die]landstraß gemacht werdt; auch ain iede pharmenig soll ihr weeg und steeg selbs machen; welcher^) aber ungehorsamb darinnen war, der soU darumb gestrofft werden;... [11.] Item die nachpauerschaft, die ihr äcker haben in ainem feit 30 und ainer den andern auf sein feit nit faren wold lassen, der ist der herr schaft das wandl 6 ß .Sj und 12 Auch ob ainer dem andern zu nahent ackert und im die rain hinfurt, so ist er zu wandl 6 ß .S| und 12 .Sj. Ob sie aber in ainem Feld traid bieten und der ain ehe fertig wurdt dan der ander mit seinem traid, so soll er in acht tagen kain viech hinnein schlahen; thet 35 er aber des nit und schlieg freventlich hinein, so ist er das wandl6 ß .Sj und 12 Hl und seinem nachbarn seinen schaden abzutragen. Auch so der urbarman nun gefechsnet bette und fuert das lest fueder ab dem veld, so soll er binden auf die langwit sten und soU dreimal dem zehentner sclireien, das er den zchent fechsen; kompt aber der zehetner nit und ließ den zehent hgen, so 40 soll er im den zehent drei tage fristen und nit lenger;... [12.] Item auch ob in dem landgericht falsche®) maß war,bei welchem das erfunden wirt, der ist das frävelwandel b ä' 60 .S(; und ain ieder solt prante maß haben, es sei wes herrn holt er woll;... [13.] Item an ain pranten mezen korn koment 32 mülmezen, davon 45 soll der müllner nemen ain millmezen und das ander soll er dem man threulich bewaren; auch soll die muU gericht sein, wan er oben auf die schar ain apfl *) Es. wilcher ®) Es. falche
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