Oberösterreichische Weistümer

VI. Amt Steinbach (2. Hälfte 16. Jh.) 315 Wächter ruefen und dem das wandlraichen und der euern genaden das bringen; darnach soll man sein leib noch sein guet nindert nitt nachkomen ... [4.] Item auch haben wir auß dem vorgenanten ambt das recht: wan wir den diensttraid oder was dienst das sei, fueren gen hoff Steyr in den casten, so soll man uns nit aufhaben weder umb maut noch umb gelt noch 5 umb kainerlei sach;... [5.] Item ob ain gefacht beschäch in dem Stainpach bei wein oder auf der gassen, der ist der herrschaft zu wandl sechzig phening und dem amptman 12 ; und ob aber ainer dem andern nachschlug under ahn tach, der ist der herrschaft verfallen das frefflwandl fünf phund phening und dem 10 amptman 60^;auch ob sich begeh, das der ambtman zu ainer aufrur oder zu fecht kam oder ain wiirdt und rueft frid bei ainem vall, und welcher das nit hielt, dabei soll es beleiben, der herrschaft den voll verfallen, als gemelt ist; und ob sich begab, das ainer gejagt wurde und kam in ein ponwasser und der, der im da nachkam und wolt die freiung verachten, der ist der 15 herrschaft verfallen das frefflwandl 5^ und dem ambtman 60^ . [6.] Item ob ainer dem andernfürwartet,und der das uberweist wurdt, der ist der herrschaft b '%/ und dem ambtman 60 ; und ob aber ainer, dem man da fürwartet, das im Gott gelingen gab, das er sich sein wider hielt und in erschlueg, so soll er im drei phening auf den corper legen und soll 20 im zu warzaichen ain creuz auf in legen... [7.] Item auch haben wir das recht: ob ain schädlich man in das land kam, wo der eraischt wurde und mag man den ambtman nit belangen, so sollen in die haußgenossen anfallen und fahen; und wen man darzue rueft und kompt er nit'), dem soll man pessern an leib und an guet, als man stat 25 an im findt, und sollen in die haußgenossen bringen dem ambtman, dem phleger, und der soll in bringen an die stat, da ein schädlich man hingehört, an des ambtmans und der haußgenossen schaden;... [5.] Item wer vorssthabern gibt oder vorssthuener, und der ist dem vorsster änderst nichts schuldig zu geben, und der vorsster soU im erlauben 30 alle notturft zu dem urbar; ob aber ainer holz schlieg an den vorsster und das verkaufet,so soll er angefarlich der herrschaft das stockrecht geben davon, wie von alter her komen ist; und wan der vorsster den vorssthabern will samln,so soll er Inn voran vierzehen tag vor riefen lassen; so er aber darnach kompt und der habern nit getroschen ist, so soll in der urbarman in acht 35 tagen auf die vorssthueb bringen; ob sich auch begab, das ain gefacht be schäch auf ainer vorssthueb, so ist der, der da ficht, das frefflwandl: der herrschaft 5^ und dem vorsster 60 ,5); ob auch ainem die vorsst verbotten wem und gieng fraventlich an die vorsst, so ist er das fravelwandl: der herr schaft 5 und dem vorsster 60 ,S);... 40 [9.] Item vierzehen tag vor unser lieben Frauen tag der dienstzeit soll der ambtman den dienst beruefen lassen, und welcher den nit gäb, der ist der herrschaft das wandl 60 und dem ambtman 12 ; auch ob ainer sein urbar und beuüchen rechten verkauft in dem ambt zu Stambach und si[cÄ]wider hinder die herrschaft ankaufet,so ist er der herrschaft nicht darumb 45 schuldig; ob er aber auß der herrschaft fert, so soll er mit der herrschaft ab- ') Es. mit

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