F/2. Ämter Neustift, Pfriemreith, Ehersegg und Windhaag (1612) 311 25. Audi haben wir die rechten; ob uns ein ambtman®®) ze ring oder ze swer®®) wär, das schullen wir an einen phleger pringen; so schol uns der phleger den ambtman verchören®') und einen andern setzen nach der hausgenossen rat, der dem ambt und den armen leuten®®) nutz und guet sei, wann des die haußgnossen begerund sein. 5 26.—28. Auch schol ein ambtman stiften und stören und niemand ander; und wir schullen auch von chainem rechten chain wandel nicht geben dan von plutiger band dem ambtman sein wandl. Und wer under uns wider einen tuet,der scholdem ambtman wider uns chlagen und niemandn andern®®). Und wie grozze wandel wir verwürchen, da gehört ein phleger zu Steyr nicht lo mer an dann 60 .Sj. 29. Auch wan'°)sich wasserleuf erhebent auf den grüntn, da ain nachpauer ob des andern sizzet, so schol der obrer den wasserlauf füren und laiten gen Wiltgraben; möcht er aber des an des untern schaden nicht tuen,so schol der unter dem obern helfen, das der wasserlauf gen Wiltgrabn chom und darin 15 chert werd. Welt aber der ober den untern mit dem wasserlauf ubernötten, der wer der herrschaft also oft'^) 60.5) vervalln. 30. Auch schol ainer dem andern sein weg und steg nicht verzihen'®), noch irre'®) machen, noch vor haben, dann von alter herkomen ist. Und wer dawider tat, der wär der herrschaft vervallen 6 ß und 2.5). 20 31. Auch schol chain lantrichter mit uns nichts'®) ze schaffen haben. 32. Und wo wir hin heirattn wellen, da schol man uns nicht an irren. 33. Wir schullen auch'®) chainen vorwechsel'®) nicht leiden. V/2. Privileg des Königs Matthias. 1612 Jänner 19. 25 Es.: Aus dem Jahre 1710 stammende, vidimierte Abschrift eines Privilegs des Kaisers Josef I. vom 22. November 1708, 4°, 15 Blätter (vorliegender Text auf fol. 4^—8''), OÖLA, Neuerwerbungen, Aktenband 72, Nr. 5. Wir Matthias der ander, von Gottes gnaden zu Hungarn, Böheimb, Dalmatien, Croatien und Sclavonien könig, erzherzog zu Österreich ... be- 30 kennen öffentlich mit disem brief und thuen kund allermänniglich, alß sich vill jähr, noch bei üihabung der iezig Kömischen kais. mai., unßres frtl. geliebtn herrn und brueders, zwischen unserm gethreuen zu unserer herrschaft Steyr gehörign Unterthannen deß ambts Neustifft,Pfnurnreith,Eberßegg und Windthaag ihrer patendiertn freiheitn und begnadungen halber gegen der- 35 selben unßrer herrschaft Steyr etwaß mißverstand und ungehorsamb er halten, des bemelter vier ämbter Unterthannen ihre von alters gehabte gebrauch oder articul ihres tädingbiechels in ihre freiheiten verstanden haben wollen,darüber höchstgedachte ihre kais. mai. gnädigist verursachet worden, obangedeuter der vier ämbter underthannen angezogene freiheiten für sich 40 zu nehmen und dieselben ihrem rechtmäßigen und billichen verstand nach zu erleuteren und in folgende unterschiedliche artikchl und landsgebräuchign ®®)0fh. in fürkumenden Sachen etwo ®®) G sonsten nit tauglich ®') B verhörn, C verkern, D korr. in verkern ®®) CG man, D korr. in man ®') BDE Vermerk". Diser artik) ist aufgebebt '") BODE waß ")BE fh. das besehähe — 45 in D getilgt ") BDE verziechen '®) B—G irrig '®) F fh. in den vier ämptem '®)F in disen emptern '®) BCDEG verwechsel,F verkauf
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