Oberösterreichische Weistümer

Vjl. Ämter Neustift, Pjriemrdth, Ebersegg und Windhmg(Ende 15. Jh.) 309 aufhabet'®), oder wo wir wider recht gevangen wurden, da schuUen wir uns Hindert ausporgen noch selber lösen an des ambtmans wissen; und wer sich darüber selber ausporget, der wär der herrschaft vervallen 5 ^ nach gnaden; und in welher stat und margt wir wandel verwürchen'®), die schol niemand ander von uns nemen dann ein phleger zu Steyr nach gnaden. 5 11. Auch haben wir die rechten, das ein phleger chain recht nicht besizzen schol in den vier ambten,nur im jare ainsten zu ehalten taidingen; und er schol auch uns in unsren rechten nicht greifen, dann wo es einem ambtman ze swer werd;und wer ainem welle zusprechen mit den rechten zu ehalten taidingen, das schol er vor") dem ambtman tuen acht tag vor eehaften lo taidingen, so schol der antwurter")dann dem chlager zu")eehaften taidingen auf ainen tag antworten. Wär aber, das der chlager dem ambtman vor nicht klaget, so ist der antwurter dem chlager nicht phlichtig®") zu ehaftn taiding ze®^) antworten, und man tuet im auch auf den tag chain recht nicht. 12. Wer aber ainem vor ehalten taidingen oder hinnach welle zu- i5 sprechen mit den rechten, das schol er tun vor dem ambtman zu drein vierzehen tagen, und er schol vom ambtman dingen an [den] phleger und vom phleger herwider körnen für den ambtman. 13. Auch habent die grünt die rechten und solche freihält: wann das waer, das andrer herren holden durch des gueten schermb willen und auch 20 durch der gueten rechten willen auf dise grünt in den vier ambten mit leib und mit guet fliehen, da schol in ir herrschaft auf dieselben grünt nicht nach stellen, und schol der phleger und der ambtman schermen unz an des landes fürsten. Waer dann, das ain herr seinem flüchtigen holden nacheilet und begriff in mit seiner hab auf dem gemerkt der benanten ambt,und was er des 25 guets enhalb des rains und gemerk begriff, das mag er wol nemen und aus spannen, und was herüber den rain chümbt, das schol beschirmt sein durch der gueten rechten und sicherhait willen, die di grünt von den landesfürsten haben und mit löbleicher gewonhait von alter herkömen sind. 14. Auch ob ein deup auf den grünten gesessen wär oder zu heriberig 30 und ainem armen man das sein verstäl und berueft von im wurd, so schol der arm man,der das sein verlorn hat,zu dem ambtman geen und im das klagen. So schol der ambtman nach dem deup greifen. Wer er im ze starkch, so schol er die nachpaurn zu hUfe anruefen. Wirt er gevangen,so schüUn sie den deup geantwurten, als er mit gürtl umbvangen ist, einem phleger gen Steyr, und 35 schullen dann die vier ambt zusamen greifen und mit eines pfleger hÜfe den deup rechtvertigen,also das man dem walpoten®')60 Bx geb und dem zuchtiger 12 .5). Und aUes das guet, das der deup lassen hat, das schol seinen nächsten erben widervaren. 15. Wär aber, das ein streichunder deup in denn vier ambten ainem 40 gevangen wurd, der schol mit leib und mit guet, als er gevangen wirt, einem phleger gen Steyr geantwurtt werden®'). 16. Auch ob ainem armen mann etwas verstoln wurd, das schol er ruegen. Wais er aber, wer es tan hab, das schol er dem ambtman sagen. Wais ")BODE aufhielt, 0-halten, F -hibet ") G wirchten ") A vor vor 45 ")Ä anwurter ")BEin, D korr. in in zu ®°) CF6 schuldig, D korr.in schuldig BDEim ®') B—0waldpotten ®') dieser Artikel f. 0

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