Oberösterreichische Weistümer

308 Herrschaft Sieyr ambtman zwelif pfening. Also das der herrscliaft die sechzik pfening nidervaren inner drein tagen,nachdem und der todslag geschehen ist,und die schol er senten bei dem ambtman. Weit der ambtman das wandel der herrschaft nicht pringen, so schol es der arm man senten bei einem nachpauern, das es 5 der herrschaft vor dem dritten tag werde. Beschiecht das,so ist der arm man von des todslags wegen vor") der herrschaft leibs und seins guets sicher, es sei dann, das er von des derslagen mannes freuntschaft begriffen und beschriern") werd, da er sich vor hueten schol, so mues die herrschaft und der ambtman darzu tun, was recht ist^°). 10 5. Auch wer der ist, der ainen haimsuecht freveleich, es sei mit pösen Worten oder mit pösen werchen, oder aus seinem hause unbiUich^i) vordert wissentleich, der ist der herrschaft eines fräveln wandels vervallen sechs Schilling und zwen pfenning. 6. Auch ob das geschäch, das ainer einer erbern frauen oder junkch15 fraun ir ere benäm über^^) iren wülen, und das er des uberzeugt wirt, als rechtleich ist, der war der herrschaft leibs und guets vervallen an alle gnade. 7. Auch welcher nachpauer dem andern über seinen willen auf seinen grünten holz abslet,der ist ie vom stam der herrschaft vervalletf^)5 .Sj und dem ambtman 60 .S). War aber,das ainer snaitt oder stümelt^*)an des andern 20 willen, der ist der herrschaft vervallen 6 ß 2.5). 8. Darnach schol der vorsprech ruegen und melden die rechten, die die armen leut in den vier ambten habent: von erst, das wir freie chaufrecht haben auf den guetern, und wir mögen unsren chaufrecht versezzen und verchaufen und geben unserm gnossen^®) mit ambtmans banden, wem wir 25 wellen, daran uns niemand irren schol. Also, wann sich ein Wandlung darauf verget, wie sich das füegt, der da auffert, geit dem ambtman 12 zu anlait und, der da abvert und wil dennach hinder^®) der herrschaft bleiben, der geit dem ambtman auch12.S|; wil er aber von der herrschaft hindan varen, so geit er dem ambtman vierundzwainzik pfening und nicht mer, und vert dann mit 30 seinem leib und guet hinder") weihen herren er wü. Auch schullen wir chain Sterbhaupt nicht geben^®). 9. Auch haben wir freie^®) gueter, die wir mit aller erber®°) arbait wol mügen gearbaiten, mit schenkchen und kaufmanschaft, wie erber arbait benant mochtwerden.Daran schol uns chainirrung von niemanden geschehen. 35 10. Auch haben wir die rechten, das man uns umb chainerlai geltschuld®!), weder in steten noch in markten, nindert schol aufhaben®^) noch verpieten an ze red®®) sezzen. War aber, das man uns über das verput®") oder 40 45 1®) B—E von ")B besclireiten, D korr. in beschrieren BDE Notiz zu diesem Artikel: Diser artüd ist aufgebebt. In D ist dieser Vermerk durchgestrichen, darunter von anderer Hand: Steet im original (gemeint ist C)nit, das aufgebebt sei. Vermerk in F.■ Hoc punctum non est concedenduni, quia est contra ins divinum et bumanum. In 0 fehlt der Artikel. aus BEF; A uppikleicb, D unbiUicb korr. in uppiglicb ®®) CDF wider ®®) A vevallen C stimbelt, FO stimblet ®®) B—E genossen ®®) CDG unter ®') CFO unter ®®) Auch schullen .. . geben ] 0 Item sein wier auch kain sterbbaubt — vermug und inhalt aines alten pergameen Scheins von der durcbleichtigen hocbgebomen frauen frauen Elisabeth herzogin zu Österreich hochlöblichister imd seligster gedechtnus — zu geben schuldig. ®') G solche ®°) BD erbarer ®i) G fh. ohn von beschehner klag ®®) CFG auf halten, D korr. in aufhalten ®®) BDE recht ®') C verpiett

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