IV. Amt Mölln (2. Hälfte 16. Jh.) 305 darüber ziechen und tragen mag; darüber sollen die verordenten prukleut') halten;und[so]man inen in der arbeit ungehorsam wär,so mag er die phenden umb 12^;und so er sich nit phenden woUt lassen, so soll ers dem ambtman ansagen, der soll phenden umb 72 ,5). So dann holz von neten ist, so mag ain pruckmaister ainem urbarsmän umb ain holz pitten, und so er ims nit lassen 5 wollt,so mag ers abschlagen und ain tag darumb frei lassen; und mag darumb rechtens gefragt werden. [64.] Die ehemüUn sollen albeg gestift sein und die mullner auch weg und Steg zu der mulln machen,und die ortnung, wie si durch gemaine stende dises landß aufgericht und angenumen ist, gehalten werden. lo [65.] Also ist von alter herkumben, daß die schussler und schefler und ander handwerchsleut im ambt Molin ir arbait müegen fueren im land ob der Ennß on verpot der landrichter. [66.] Auch haben die urbarleut ir armuet, schmalz, käß, tuech etc., waß er selber mit seiner herten arbeit zu wegen pracht hat, gegen Steyer und 15 ander orten füeren mügen und ist niemand davon nichtß schuldig. [67.] Item so ainer one erlaubnuß und geferlich mit ainer puchsen oder armrest oder stachl auf des landsfürssten vorssten und wildpannen petreten wierdet, derselb soll umb daß vorsstwandl gestrafft werden. [66.] Item was von wildpret in der herrschaft gefangen wierdet, deß 20 sollen die wildpretfüerer der herrschaft zuepringen, inen dagegen ein suppen und trunk geben werden,und sich die herrschaft mit den vörssterii und huebjägern des gwendlichen jägerrechts mit inen nach zimblicliait vergleichen; und der ambtmann, vorsster, huebjäger und wildpretfüerer sein sechs meil wegs weit und prait mautfrei. 25 [66.] Und die wildpretfüerer [sind] die laubhueten auf Laimbkhogel schuldig zu machen, wan es die herrschaft haben will. [76.] Von alter ist herkumben,daß in den Kniebas21 urbarleut schuldig sein, zu sand Phillipstag ain tag zu weiten zu Claus, darum sein si mautfrei von ainem weitag auf den andern. 30 [74.] Dann ist von alter ainem pharrer ain fueterhabern nach des armen man vermügen,item zechentkäß und zechenthar und phening — so die pharrliche recht haißen —gegeben[icordm]; umb soliches soll der pharrer der gemain bei tag und nacht gewärtig sein, und, so er ain kranken menschen versiecht mit aller gotteßehr, ime 13.5) und, so er stirbt, 7 .Sj für daß seel- 35 gerät geraicht werden. [72.] Item so ainer zu österlichen zeiten außgericht worden ist und sich gehalten hat als ain frumber christenmensch, und so denselben ain holz derschlueg, den soll man in den freithof legen. [73.] Wan auch der pharrer ainem sein vatter mit der außrichtung 40 zu tag und nacht versäumet,daß er sturb,soU man [fÄn]in den freithof legen, und so in der pharrer nit legen wollt lassen an gelt, so soll man die leich dem pharrer füer sein thuer stellen und 7^darauf legen [und]steen lassen; und mag darumb rechtens gefragt werden. [74.] Verer ist auch von alter") ainem meßner korn nach aines ieden 45 urbarsman vermügen und gefallen geben [worden], item zu österlichen zeiten ffs. purldeut ")von alter: Nachtrag des Schreihers. 20 österr. Weistümer XIII/2.
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