304 Herrschaft Steyr [52.] Item wo auch ain frembde, unbekante, argwenige person in der berrscbaft ankumbt, die soll an vorwissen der obrigkait nit peherbergt oder bebaust werden. [53.] Es soll auch kain urbarsman kainen ledigen gesellen, der kain 5 dienst bat, bei im enthalten bei ernstlicher straff der berrscbaft. [54.] Item welicber ain vogtknecbt über drei tag bei im aufbelt, waß schaden darauß entspringt, den soll der außricbten, der in auf bat gebalden; und mag darumben rechtens gefragt werden. [55.] Verer ist von alter berkumben: wo die urbarsleut ir anker mit 10 den roßen auf der au oder an dem vorsst haben, da soll kainer kain ledigs darzue keren, dann so es ainem schaden tbat, denselben schaden soll er im erlegen, und man mag ine darumben straffen und ist des urbarwandl verfallen. [56.] Also ist von alter berkumben, daß die vorsstweg über aines ieden 15 maus grund oder felder, auch kircbenweg, preutweg offen sein sollen, also daß die nit verfridt werden,außgenumen an dem driten jar,so ainer daß feld paut, soll er ain stigl machen, damit ainer nit geetzt wiert. [57.] Also ist auch von alter berkumben: wo gättern sein auf den urbarn, den soll der urbarman anbacken,und der gattern soll geriebt sein; 20 so ir ainer nach im zue her tbätt über daß wagenlaiß, so soll der gattern zuefallen; undso er aber nit zuefallen wül und pleibt offen,waß schaden dadurch geschiecht, soll er erben,der in bat angebangen;und so ainer offen steen lässt und schaden dadurch geschiecht, soll der erben, der in offen hat steen lassen, und die berrscbaft mag in straffen umb daß urbarwandl6 ß 2.S), da sein die 25 32.5) des ambtman, die 5 ß .S) der berrscbaft; und mag darumb rechtens gefragt werden. [5S.] Item wo pbelzt paum steen miten in ainem rain oder zäun, dieselbigen nachpern soUen soUche miteinander besteigen, die frucht davon prechen oder schütten und zu halben tail gleich miteinander tailen. 30 [59.] Item so ainer pein hat und zu den zeiten,so abgeet umbschwarmt, so mag im ainer nachkumben mit dem teün auf aines andern mans grund, und so es sich an das pamach legt, so mag ers herabschepfen und ist demselbigen nichts davon schuldig; und so er aber daß zweü des paums abschneit, so soll er dem mann geben 12 .5) oder die pein setzen; und mag darumb 35 rechtens gefragt werden. [60.] Von alter ist berkumben: so sich ainer von dem andern wollt zeinen mit ainem land, derselbig soll den zäun von dem rain hindan setzen aines manß schuech lang, damit der ander rädlrecht haben mag. [6J.] Item so ain weeg vor des urbarman gruntn zerprochen wiert, soll 40 derselbig ain tag selbander machen,und daß ander soll im die gemain helfen verrichten. [62.] Item drei viech, alß ain stier, sauper und wider, sein in die dritt pharr gefreit; wo man die in wisen oder getraid findt, soll man die on schaden darauß treiben und dieselben gesuecht werden in dem zechethof; und soll 45 darumb rechtens gefragt werden. [63.] Item es ist von alter berkumben, das die pruck über die wasser in dem ambt in der sterke gemacht werden sollen, was ain gladen saumbroß
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