IV. Amt Molin (2. Hälfte 16. Jh.) 301 [26.] Und nachdem herzog Albrecht von Österreich ain casstenmetzen mit seiner gnaden zaichen geben, darein sechs viertl geen, ist von alter albeg derselbig metzen, so si angeschütt, mit ainem prügl nach dem eisen abge strichen, und waß über gestrichen,[soß] dem urbarsman beleiben; und mag darumben rechtens gefragt werden. 5 [27f] Es ist auch von alter herkumben, daß die urbarleut gefreut sein, das man kain höchere steur auf das ambt Mölln dann 50 ® .5} schlacken soll, angesechen die strenge des gepürgs. [2S.] Mer ist von alter herkumben, daß ain nachper den andern friden') und ain ieder panzaun winter und sumer außer der rauchnächten, der lo ersten und lezten, gefrit sein, und ai[w] panzaun ainem langen knecht under die ixen geen soll; und so aber schaden dadurch bescheche, so mag er das viech einthuen; läßt sich ainer ein, das er im sein schaden zallen wolle, so mag er ims außgeben. Und die phand sein von ainem rinderviech ain sechter, von ainem roß daß huefeisen oder ein zaum^). Und so ers nit außnemen 15 wollt, so mag er soliches dem ambtman zuetreiben, und der ambtman soll im umb sein schaden schaffen; so ist er der herrschaft daß urbarwandl ver fallen 6 ß und 2.S|, und sein die 32 des ambtman, die 5 ß .Sj der herr schaft; und mag darum rechtens gefragt werden. [29.] Also ist von alter herkumben: so die nachperschaft daß veld 20 wollen schneiden oder etzen, so soll ainer des andern warten acht tag schens Wetters oder trüebigs wetter vierzechen tag; und so aber ainer den andernetzt und hineinkeret mit ainem roß und uberfarn wuerdt, den soll man straffen umb daß urbarwandl6 ß 2.5); und mag darumben rechtens gefragt werden. [30.] Also ist von alter herkumben, daß kain nachper den andern 25 soll fräfenlichen etzen mit sauen. Welicher ubergeunde schwein hat, der soll si ringen und kampen von sand Kueprechtstag in der vassten biß auf sand Colmanstag,und soll die campf ain daumbellen haben, damit si den dritten stecken begreif. Wehcher daß nit thuet, den mag man einthuen. [3f.] Item so ainer dem andern an sein hauß und hof oder under das so dach luff mit gewerder hand oder an seinem fenster loset, den soU die herr schaft straffen umb den fräfl und darzue wandln umb 5 60.S); da sein die 60 Hl des ambtman und die 5 .S; der herrschaft. [32.] Item wann ain urbarmann den andern uberfärt mit dem phlueg und rain, stain auspaut und raint an willen seiner nachpern, und so ime 35 aber die roß zu resch giengen, so mügen die nachpern ain andern hinwider legen; und so es aber gefärUch mit dem füersatz beschiecht, so soll man an der stat, da der stain gelegen ist, ain grueben machen und den thätter auf daß haupt hineinsetzen biß so lang, daß ain stain zu der grueben pracht wierdt, und die herrschaft soll den thätter umb das frävelwandl straffen 40 5 60 .S), da sein die 60 Hi des ambtman und Aiq 6 H 3x der herrschaft. [33.] So ist verrer von alter herkumben: wan der urbarman auß dem veld wil faren mit dem lessten fueder, so soll er auf die lan[g']widt steen und dem zechetner dreimall ruefen:,,Zechetner,vessen dein zechent";und soll im darinnen warten schens wetter acht tag und truebigs wetter vierzechen 45 tag und soll in pewaren; mag darumb rechtens gefragt werden. ') harr, aus freiden Es.zäun
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