300 Eerrschaji Steyr [J6.] Item so ainer grund, gueter, wisen und äcker gekauft und sein gaber hat, \hat] die herrschaft ain guet genuegen gehabt, das in jar und tag brief noch sigl nit darüber genumen sein. [17.] Wenn auch zwai zusamen geheirat, da ir baider guet kämb 5 12 ß .5) wert ist gewesen, die haben sich der heiratabredt betrogen, und mag darumb rechtens gefragt werden. [15.] Verrer ist von alter herkumben, daß kain frembte herrschaft aU sein tag kain eingriff in das ambt zu Molhi nie gethan hat. [19.] Und so ain worminger in dem ambt zu MoUn erfragt wuerde, 10 den hat die herrschaft an den ambtman zu erfordern, und ain ambtman soll den, wo er in dem ambt begriffen wierdt, er geliere zu wemb er wöUe, anzunemen schuldig sei[n]. {20.] Und so also ein wonniger gefangen wirdet, soll solicher der herrschaftzuepracht und mitdem guet,daß er gestollen hat,gehangen werden; 15 und ob er daß guet verthan het,so soll denacht die volziechung beschechen, und das guet aber, so er nit gestollen hat, seiner hausfrauen und hindern beleiben; wo er aber nit kinder het, so soll der frauen ir gemacht von dem guet gegeben und das ander zu der herrschaft banden eingezogen {werden]; und mag darumben rechtens gefragt werden. 20 [21.] Von alters ist herkumben: so ain ambtman muest ain annemen, der etwo strittig war, oder daß die notturft der herrschaft erfordert^), so mag ain ambtman anruefen, wen er will, oder aine ganze gemain,und man soll im peistand thuen; und so im aber der zu streitig und zu stark war und entlief, was schaden darauß entsprang, sollen die außrichten, die er an hat 25 gerueft, und man soU den darumben straffen an leib und guet; und mag darumb rechtens gefragt werden. [22.] So ist von alter herkumben, daß der herrschaft der pheningdienst zu unser Frauentag der dienstzeit, item die panen von den underthanen im nidern ambt zu aUerheiligen- und sellentag, und das korn freitag 30 nach sand Cathereintag, und dan von aUen underthanen der habern^)zu den weinachten und liechtmeß on Verzug geraicht und geben ist, und soU derhalb rechtens gefragt werden. [23.] Wan ainer sein paumanßrecht verkaufen will und auß der herr schaft linder ain andere herrschaft {sielien will, so ist er] Mölln das freigelt — 35 nämblich den zechenten phening — zu bezallen schuldig, doch nach gnaden. [21.] Weiter ist von alter herkumben: wann sich ainer in das ambt zu Molin will ankaufen, der gibt nit mer, dan waß dasselbig guet zu unser Frauentag dient für gelt, und dem ambtman darzue 12 die sein des ambt man umb sein lechenschaft, außgenumen die Vörsst- und die Jägerhueb hat 40 die herrschaft zu leichen, da ist die anlait ain Ungerischer gülden oder ein härbens tuech oder ain satl; und mag darumben rechtens gefragt werden. [25.] Item so ist von alter herkumben, daß die urbarleut gefreit sein, daß dieselbigen vor sand Philippstag umb kainen kuchldienst gepfendt sein; welicher sich aber nach sand Phillipstag phendenl äßt, der ist der herrschaft 45 das wandl 72 .5) verfallen. Es. erforders 2) Es. haberem
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