Markt Göstling an der Ybbs

15eöeutent)e jPänner in (Söftling Die Mutter des berühmten Malers Oskar Kokuschka war eine Försterstocliter aus Hof, Gemeinde Göstling. Die Familie Loidl-Ecker in Lassing zählt zu ihren nahen Verwandten. Als Buh und als junger Mann war Kokoschka fast jedes Jahr auf Ferien in Lassing. Bei seinen Verwandten finden sich einige hübsche Zeichnungen aus seiner Hand, die bereits großes Können verraten. Darunter ist eine Darstellung der Madonna auf dem Marieualtar der Lassinger Kirche bemerkenswert, weil dieses Bild die Anfänge seiner heutigen Malweise zeigt. Der bedeutende Maier Ferdinand A n d r i, ein gebürtiger Waidhofner, lebte zu Beginn dieses Jahrhunderts am Hofe Redlsteiner in Jjassing, wo in den letzten Jahren auch der bekannte Maler und Graphiker Oskar M a t u 1 1 a Wochen der Erholung verbringt. Beide Künstler haben viele Motive dieser Gegend in ihren Werken festgehalten. Der Wiener Landschaftsmaler Adolf Albin Blamauer (1847 bis 1923), dem wir viele Bilder von Schlössern, Orten, Wiener Gassen und Häusern verdanken, die inzwischen den Erfordernissen der Zeit zum Opfer gefallen sind, stammt väterlicherseits aus Göstling. Sein Vater Johann Nepomuk Blamauer wurde als Kleinbauernsohn im Ridenauer Nebenhäusel geboren. Auch gute Musiker sind in Göstling vertreten. Eduard Ignaz F r e u n - t hall er, von 1874 bis 1885 Lehrer in Lassing, war ais ausgezeich neter Organist bekannt. Im Ruhestand leitete er noch jahrelang die fürsterzbischöfliche Organistenschule in Salzburg. Außerdem war er ein vortrefflicher Volksschriftstelier, dessen Beiträge Rosegger für seine Zeitschrift „Heimgarten" sehr schätzte. Er hat mit liebevollem Ver ständnis volkstümliche Typen und Ereignisse aus Lassing und Göst ling festgehalten und der Nachwelt bewahrt. Freunthallers musikali sches Talent vererbte sich auf seinen Sohn, den in Waidhofen a. d. Y. lebenden Direktor i. R. Eduard F r e u n t h a 11 e r, der besonders mit seinem Singspiel „Unter der blühenden Linde" in ganz Österreich große Anerkennung fand. 1853 kam nach Göstling ein 17jähriger junger Mann: Franz Z a n t, der hier seine erste Stelie als Unterlehrer antrat. Er hatte eine sehr gute musikalische Ausbildung genossen und ist später als Komponist kirchenniusikalischer Werke und schöner Männerchöre hervorgetreten, die weit über Österreich hinau.s Bedeutung gewonnen haben. Der Ver-

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