6e((t)id)te öet Bolfe^fc^iule in iaffing Von SdiuUeiler Maria Ii c k c r Am 3. Juni 1791 wurde der Grundstein zum Schulliaus gelegt und am 2. Jänner 1792 wurde dasselbe vom Schullelirer Josef N e i d h a r t be zogen. Die.ser wirkte bis zum Jahre 1816; ibm folgte der Schulgehilfe von Purgstall Josef Mascha. Im Jahre 1814 sah sich der Schul kommissär Gottfried v. D r c g e r, Dechant in Waidhofen, zu einer eindringlichen Mahnung und Warnung an die Pfarrgemeinde wegen geringen Schulbesuches gezwungen. Im Jahre 1878 trug Pfarrer Schock dem Ortsschulrat das Überwasser vom Pfarrbrunnen an, da für verpflichtete sich der Ortsschulrat, den halben ßestandzins von jäbrlich 42 Kreuzer und die Hälfte der jeweils nötigen Ausbesserungen zu zahlen. Dieser Vorschlag wurde angenommen und später oberbehördlich genehmigt. Bis zum Jahre 1876 war Göstling der Sitz der Ortsschulbehörde. Seither besitzt Ijassing einen selbständigen Ortsschulrat, dessen erster Obmann Leopold P r a u n s e i s. Hammerherr in Hof, war. Im gleichen Jahre wurde im Schulhaus eine Reihe von Veränderungen vorgenommen. Die ehedem ..schwarze Küche" wurde hochgelegt und mit Fichtenbrettern gedielt, ebenso das Vorbaus. Die offene Feuerstelle mußte einem gemauerten Sparherd weichen, auch zwei neue Schorn steine wurden errichtet. Diese Maßnahmen erwiesen sich aber als un zureichend, denn schon im folgenden Jahre mußte auf Grund amt licher Erhehungen der gemauerte Herd abgebrochen und durch einen Kachelsparherd ersetzt werden. Die Schornsteine mußten um einen Schuh erhöht werden, da im Winter des Jahres 1876/1877 acht Schorn Steinbrände ausbracben, die aber stets zur rechten Zeit vom Schulleiter gelöscht wurden. Auch die Anlage eines Schulbrunnens stellte sich nun mehr als notwendig heraus. Die eine Klasse des Schulhauses wurde um die Jahrhundertwende von rund 100 Schülern besucht. Eine Lehrkraft unterrichtete vor- und nach mittags. 1941 wurde das Schulhaus an einen Privatmann verkauft, es wurde aber weiterbiu in diesem Gebäude unterrichtet. Der damalige Bürger meister von Göstling, Dr. Eduard S t e p a n, strebte einen Schulneubau an. Der Kriegsereignisse wegen kam es jedoch nicht zur Durchführung der bereits bestellenden Pläne.
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