Markt Göstling an der Ybbs

Die f^farre j^enDItng ;u iafftng Im Jahre 1783 richtete der k. k. Salzeinnehmer Ferdinand Neubauer in Mendling im Namen der Lassinger und Mendlinger ein Gesuch an die Hofkommission in Wien, um den Bau einer Kirche mit einem eige nen Seelsorger zu erwirken. Daher wurde unter Kaiser Josef II. im Jahre 1785 Lassing von Göstling getrennt und dort eine eigene Lokalkaplanei errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte 1786. Unter großen üptern haben die Bewohner der Rotten Lassing, Mendling und Hof den Bau aufgeführt. Besonders verdient machte sich der Bauer auf Schöfstein, Johann B a c h 1 e r, der sogar mit dem Salzverleger Michael Koschutnig nach Wien fuhr, um die Errichtung der Pfarre zu betreiben. Josef B a u m a n n. Wirt in Lassing, gab den Grund für den Bau von Kirche, Pfarrhof und Pfarrhofgarten. Ignaz S c h r ö c k e n f u x spendete viel und schönes Bauholz. Der Bauer von Obermoos, Michael KatzenSteiner, gab den Grund zum Friedhof unentgeltlich her. Trotzdem beliefen sich die Kosten des Kirchen- und Pfarrhofhaues auf 8.000 Gulden. Die Kircheneinrichtung wurde von allen Seiten zusammengetragen. Aus der aufgehobenen Kartause Gailling kam der marmorne Hochaltar, der von den Pfarrkindern unentgeltlich nach Lassing geführt wurde. Am 14. September 1788 wurde auf diesem Altar die erste hl. Messe gelesen. Kanzel und Orgel kamen aus der Heiligen-Grah-Kirche in Pöchlarn, aus der aufgelassenen Gottesackerkapelle in Scheihbs kam das Speis gitter, aus der Kalvarienbergkapelle in Höllenstein Leuchter, Kirchen stühle und zwei Glocken. Aus dem Kirchendepositorium in Wien erhielt die Kirche Meßkleider, Kelche und die Monstranz. Das Zügenglöcklein s])endete Juliane F1 u e b e r i n, Hammermeisterin in Hollenstein. Wei tere Spenden an Geräten erhielt die Kirche von der Hammermeisterin Konstantia F ü r s t in Göstling, vom Religionsfonds und aus der Kapu zinerkirche in Waidhofen. Nachdem eine der Glocken bald zersprang, wurden von der Regierung zwei neue, größere Glocken bewilligt, die in Steyr gegossen wurden. Lokalkaplan Polykarp Schi Ich er legte 1786 den Grundstein zum Pfarrhof, der im Juni 1788 beziehbar wurde. Bis es soweit war, wohnte der Kaplan beim Groß-Zerrennhammergewerken S c h r ö c k e n f u x in

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