(ßefdtiiditlid^e Daten Uber bie ^Öfarre il^enbling ju ILaKtng Lassing liegt auf der Paßhöhe, die die Wasserscheide zwischen Ybbs und Enns bildet, am Fuße des Hochkars. Von alters her war dieser Übergang nach Steiermark bekannt. Der erste Bericht über dieses Ge biet kommt aus den Fuldaer Annalen, darin 882 n. Chr. berichtet wii'd, daß das ganze Bergland durch die Pest und 886 durch große Über schwemmungen verwüstet worden ist. Unter Erzbischof Konrad I. von Salzburg werden Lassing und Mendling 1139 als Laznich und Moniich erwähnt. Bis 1140 hatte in dem Wald land an der Salza, Lassing und Mendling usw. keine Pfarre bestanden. Die Seelsorge mußte von der Amanduskirche in Admont besorgt wer den, in jener Zeit zwei Tagereisen von hier entfernt. Bis zur Gründung der Kirche in Göstling wurde also diese Gegend von Admont seelsorg lich betreut. Die Grenze zwischen der Herrschaft Admont und der Herrschaft des Hochstiftes Freising und dem Kartäuserkloster Gailling war ursprüng lich nicht eindeutig festgelegt, was mit der Zeit zu vielen Streitigkeiten führte. Der bereits erwähnte Erzbischof Konrad I. von Salzburg be stätigte dem Stift Admont 1139 alle Schenkungen. Dazu gehörte die Lassingalpe, ihre Abdachungen gegen Lassing und Mendling, der Mendlingbach bis zu seinen Quellen und bis zur „Pramau" (Bromau). Zu Be ginn der durch Urkunden belegten Geschichte waren die Herrschaft Ad mont gegen die Steiermark und die Kartause Gaming östlich des Lechnergrabens und auf dem Dürrenstein Grenznachbarn. Obwohl Albrecht II. von Österreich 1340 die Grenzen festgesetzt hatte (als Stifter der Kartause Gaming), kam es doch immer zu Streit. König Rudolf hatte Admont das Privilcgium gewährt, daß seine Jäger auch auf landesfürstlichem Boden, also über die Gebietsgrenze hinaus das Wild verfolgen durften. Dieses Recht wurde von Albrecht II. auch den Gamingern eingeräumt. Manchmal ging es in den Streitigkeiten hitzig zu, so, wenn ein Prior von Gaming auf Admonter Boden eine Hütte verbrennen oder einer seiner Nachfolger zwei Admonter Holzfäller in den Turm sperren ließ. Es ist für die Gegenwart interessant, daß der damalige Papst Johannes XXHI. den Schottenabt Thomas HL be auftragte, die Admonter in ihrem Besitz zu schützen. Es kam zu einer
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