Markt Göstling an der Ybbs

iiiAquädukt der zweiten Wiener Hochquellenwasserleitung beim Jagdschloß Steinbach Im Hinlergrund der Dürrenstein (1878 m) hat in ihrer Projektierung eine lange Vorgeschichte, die bis in die siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts zurückreicht, da man schon da mals an die Verbindung von Pöchlarn durch das Erlauf- und Ybbstal mit dem Ennstal dachte und zwar durch eine Normalspurbahn. Es dauerte aber über 20 Jahre, bis eine Lösung durch den Bau einer Schmalspurbahn gefunden wurde. Die Bahntrasse verläuft von Kienberg-Gaming über Lunz nach Waidhofen a. d. Ybbs. Nach mehrjähriger Bauzeit war Göstling am 15. Mai 1898 durch die Bahn mit der Welt verbunden. Der Güterverkehr, der sich vorher dui'cli viele Jahrhunderte auf den Landstraßen abwickelte, ging nun über die Balm, die vor allem den erhöhten Holztransport aus dem waldreichen Gebiet übernahm, was auch heute noch ihre Hauptaufgabe ist. In der Folge wurde die Bahn auch für den ständig zunehmenden Fremdenverkehr immer wichtiger. Da sie durch das landschaftlich schönste Gebiet Niederösterreichs führt, hat sie viel zu dessen Erschließung beigetragen. Die Verwaltung der österreichischen Bundesbahnen hat durcli bedeutende Modernisie rungen viel für die wieder steigende Beliebtheit dieser Bahn getan. Das Bahnamt Göstling führt seit Jahren eine interessante Bahnchronik.

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