Markt Göstling an der Ybbs

zwei Kupfertai'eln mit den Namen der Gefallenen aus beiden Welt kriegen angebracht. Die Tafeln wurden von Bildhauer Viktor H a m - m e r (Wien) geschaffen, von dem auch die gesamte Planung stammt. Bei dieser Umgestaltung haben Kameraden viele Stunden freiwillig ge arbeitet. Die Einweihung fand am 29. Oktober 1961 statt. Die Neu gestaltung darf als wirklich geglückt und künstlerisch befriedigend an gesehen werden. In den Kriegsjahren von 1914—1918 hatte die Pfarre Göstling 66, die Pfarre Lassing 30 Gefallene zu beklagen. Von 1939 bis 1945 hatte die Pfarre Göstling 91 Gefallene und 32 Vermißte, die Pfarre Lassing 20 Gefallene und 6 Vermißte zu beklagen. Vit jöjette UBiencr I^odiquellenöjanerleitunö Der 7. Dezember 1901 war für Wien, aber auch für Göstling ein bedeut samer Tag. Der Bürgermeister der Reichshauptstadt, Dr. Karl L u e - g e r, löste im Steinbachtal den ersten Sprengschuß für diese seit lan gem geplante Wasserleitung. Die Quellen liegen im Siebenreegebiet und die Vorarbeiten für dieses gewaltige Bauprojekt dauerten viele Jahre. In Göstling war eine der drei in Niederösterreich tätigen Bau sektionen untergebracht. Die Hauptarbeit wurde hier mit dem Stollen durch die Göstlinger Alpen in Angriff genommen. Am 30. September 1903 war der erste Stollenkilometer erreicht. Am 18. Jänner 1906 wurde der Stollen in Anwesenheit des Wiener Bürgermeisters und des gesamten Wiener Gemeinderates und vieler Festgäste glatt durch schlagen. Am 2. Dezember 1910 wurde das Werk nach gewaltigen An strengungen dem öffentlichen Betrieb übergeben. In diesen Jahren weilte Wiens großer Bürgermeister Dr. L u e g e r oft in Göstling. ©85 Poftöjefen Noch 1838 gehörte Göstling zum Bereich der Poststation Kemmeibach und zweimal in der Woche ging ein Briefbote von der steirischen Grenze bis dahin. Erst 1840 wurde in Göstling eine Briefsammelstelle erridrtet und die Post nach Waidhofen gesandt. Ein Postamt erhielt der Ort 1848. In diesem Jahre scheint auch das erste Aktenstück der obersten Briefpostverwaltung auf. Der Telegraphenverkehr besteht seit 1885, der Fernsprechverkehr seit 1911. Seit wann der Verkehr mit Postwagen bestand, läßt sich nicht nachweisen. Bis zur Eröffnung der Ybbstalbahn verkehrten Postwagen täglich bis Waidhofen, Gaming und Palfau.

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