Markt Göstling an der Ybbs

Die neue l^aupt(d[)ule Von HL. Maria Datzberger Im Dezember 1952 faßte der Gemeinderat den einstimmigen Besctiluß, eine neue Hauptschule zu bauen. Der Baugrund im Ausmaß von 5.999 Quadratmeter wurde von der Pfarre Göstling um 71.988 Schilling an gekauft. Als Vorarbeiten waren der Bau einer Straße zu dem Grund stück und die Errichtung einer Wasserleitung mit einem Kosten aufwand von 50.100 Schilling notwendig. Im Juli 1955 wurde mit dem Bau der Schule begonnen. Der Plan stammt von dem Wiener Architek ten Dipl.Ing. Dr. Kurt Schlauß, die Bauarbeiten wurden von der Göstlinger Firma Ing. Franz Geischläger ausgeführt. 1957 war der Rohhau beendet. Der Gemeinderat beschloß, auch die Volksschul klassen im neuen Hauptschulgehäude unterzubringen. Das Jahr 1957 brachte die Systemisierung der Hauptschule mit einer Direktor- und vier Hauptschullehrstellen. Im Jahre 1959 wurde der Bau fortgesetzt. Bei der Planung der Innen einrichtung wurde auf moderne und schöne Raumgestaltung Wert ge legt. Soweit es möglich war, wurden die Arbeiten zur Ausgestaltung der Schule einheimisdien Firmen übertragen. Das neue Haus wurde mit einer Frenger-Deckenstrahlungsheizung mit ölfeuerung ausgestat tet. Im Kellergeschoß befinden sich das Turnzimmer, zu dem auch Duschanlagen gehören, der Werkraum für Knaben und eine Küche für die Scliulausspeisung. Im Erdgeschoß sind vier Klassenzimmer, die Schulküche für den Hauswirtschaftsunterricht, ein Handarbeitsraum, zwei Lehrmittelzimmer und die Schulwartwohnung untergebracht. Im erteil Stock liegen vier Klassenräume, der Physiksaal, die Direk tionskanzlei, das Konferenzzimmer und zwei Lehrmittelzimmer. Der Lichteinfall durch die dekorative Glaswand an der Ostseite der Schule bringt das Wandgemälde im Stiegenhaus gut zur Geltung. Der Waidhofner Künstler Prof. Reinhold Klaus stilisierte den Markt Göstling mit seinen Erwerbszweigen und Sagengestalten. 1961 war der neue Schulbau vollendet. Die verbaute Fläche beträgt 771,12 Quadratmeter, der umbaute Raum umfaßt 9.369 Kubikmeter. Die Kosten werden sich bis zur endgültigen Fertigstellung auf 5,5 Mil lionen Schilling belaufen. Davon brachte bisher die Gemeinde Göstling aus eigenem Vermögen 2 Millionen Schilling und 1 Million Schilling als Darlehen der Hypothekenanstalt auf. Vom nö. Schulbaufonds wurden

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