3. „Seraphin Hiimel starb im 69. Jahre seine.s Alters am 8. May 1837. Genoveva Humel verschied im 39. Jahre ihres Alters." 4. „Katharina und Konstantia Springenschmidt, gest. 1833 im 23. J-ebensjahr und 1838 im 24. Lebensjahr." Der Vater dieser frühverstorbenen Mädchen und der Urgroßvater des berühmten und bekannten Schriftstellers Karl Springenschmid waren Brüder. 5. „Katharina Scheib, Großzerrennhammersgewerkin am Hammer, gest. 1838." 6. „Denkmal für Philipp Anton Scheib, Großzerrennhammergewerken am Hammer, obiit 1845. Zur Kriegszeit — Hungersnoth verstand er das Geboth, die Dürftigen zu nähren, fürs Seine sich zu wehren." 7. „Inivit R. D. Martinus Winter, Parochus. Gest. linc. Ensis Aeter Nitatis Her. XVII Martij MDCLXXX." Dies ist die einzige Grabtafel eines Priesters in der Kirche. fDfarcgef^idititilie Baten Die Matriken der Pfarre Göstling, Tauf- und Traubücher beginnen mit dem Jahre 1638, die Sterbebücher 1666. Wallfahrten sind bezeugt ab 1596 nach Hollenstein und Palfau, später auch nach Mariazell, Sankt Georgen am Reith, Sonntagberg, Lunz am See (Hl. Maria im goldenen Sessel), 1762 zum ersten .Mal nach Wildalpen. Sie fanden ihr vorläufi ges Ende durch die Josefinischen Reformen, lebten aber 1800 wie der auf. .Ab 1599 wird der Michaeli-Kirchtag, ab 1602 und 1603 der St.-Andrüund der Pfingstkirchtag erwähnt. Den ersten Bischofsbesuch erhielt Göstling 1748. Josef Dominik Graf Lamherg, Bischof von Passau, hat hier 810 Personen gefirmt. Mit Ge nehmigung des Bischofs von Passau firmte 1781 der Fürstbischof von Freising, Ludwig Josef Freiherr von Weiden. 1797 war der erste Bischof von St. Pölten in Göstling. Die milde Herrschaft Preisings verhinderte, daß in Göstling das Luther tum eindrang. Es ist aber bemerkenswert, daß durch die Bestimmungen der Passauer Diözesan-Sj node von 1564 bis 1568 die Kommunion unter beiderlei Gestalten erlaubt war. Diese Erlaubnis hielt sich in Göstling bis 1600. Doch wurde laut Kirchenchronik den Gläubigen teilweise ungeweihter Wein gereicht. Wegen der Größe der Pfarre war schon im 16. Jahrhundert neben dem Pfarrer ein Pfarrgehilfe tätig. Der erste Friedhof lag um die alte Kirche; er wird 1635 erwähnt. Durch den Kirchenneubau wurde dieser Friedhof zum größten Teil
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