Stetilung!Si$efd[)tdi)te In der jüngeren Steinzeit, um 5000 v. Chr., la.ssen .sich bereits bäuer liche Völker im Voralpenranni feststellen. Aus ihnen heraus kristal lisierten sich die Illyrer, die die Träger der hochentwickelten HallstattKultur sind. Funde aus dieser Zeit, z.B. bei Hubertendorf, Amstetten usw. zeigen ihre Anwesenheit in unserem Räume an. Die Flußnamen Donau und Erlaf sind illyrisch. Um 400 v. Chr. überlagerten die aus dem Westen kommenden Kelten die illyrischen Volksstämme und gründeten das Königreich Noricum, das zwischen Inn, Donau und Raab lag. Sie trieben Bergbau auf Eisen, Gold und Salz; ihre Eisenindustrie war bedeutend, norisches Eisen war weltberühmt. Das Königreich Noricum wurde unter Kaiser Augustus im Jahre 15 V. Chr. ein Teil des römischen Reiches. Den Römern war das steirische Eisen, das die Kelten abbauten, sehr willkommen. Römische Kar ren und Saumtiere werden Eisen über den Paß von Mendling nach Göstling und weiter über den Krenzkogel (Lnnz-Bodingbach) durch das Tal der kleinen Erlaf in die römischen Schmiedewerkstätten nach Arelape (Pöchlarn) gebracht hahen. Die Anwesenheit der Römer ist durch Münzfunde in Bodingbach bestätigt. Die Stürme der Völkerwanderung werden das obere Ybbslal nicht be rührt haben. Da die Kelten im Bergland das Vieh auf die Almweiden trieben, hat sich bis zum Mittelalter die Bezeichnung Tekleinsalm (keltisch, heute Flerrenalm) erhallen, ein Beweis, daß es hier keltische Siedinngen gegeben haben muß. Der bekannte Forscher Prof. Doktor Matthäus Much führte die Namen Gaming, Göstling, Lassing auf kel tische Bezeichnungen zurück, die zwischen 600 his 800 n. Chr. .slawisiert und nachher wieder germanisiert wurden. Die Slawen wurden von den aus dem Osten andringenden Awaren in den Alpenraum gedrängt und haben ihre Siedlungen neben der heimi schen Urbevölkerung errichtet. Dieser Zustand dauerte 200 Jahre. Nach der Besiegung der Awaren und dem Zerfall ihres Großreiches haben sich slawische Siedler noch lange in unserem Raum gehalten und wur den schließlich aufgesogen. Im Gegensatz zu Prof. Much wollen andere Forscher den Namen Göstling von dem slawischen „Gvozdnica" = Gießbach oder Waldbach, Lassing von „Laznica" = Gereutbach, Mend ling von „Monilica" = Gegend am Sattelbach ableiten.
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