364 Konzept, Gestaltung, Didaktik, Restaurierung Zur Kulturvermittlung. Besucherorientierte Methoden - Konzepte - Programme von perspektiva kutturservice; Claudia Hutterer, Doris Prenn Die Konzeption einer Ausstellung, Auswahl und Zusammenstellung der Exponate sowie Gestaltungder Präsentation sind Ergebnisse eines Prozesses,der-aufwissenschaftlichen Überlegungen aufbauend - didaktische Entscheidungen beinhaltet. Aufgabe der Kulturvermittlung ist es, Besucherinnen eine spezifische Auseinander setzung mit Ausstellungsobjekten,-Inhalten und -themen zu ermöglichen. Im Hinblick auf eine historische Ausstellung wie die Landesausstellung müssen Methoden zur kognitiven Erschließung der präsentierten Objekte entwickelt werden. Diese Methoden sollen Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozesse bei Besucherinnen unterstützen und finden Ausdruck in personalen und medialen Vermittlungsformen. Bei der Landesausstellung „Land der Hämmer"wurdezum ersten Mal in Österreich Vermittlung schon in die Planungs- und Konzeptionsphase integriert. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit des Vermittlungsteams mit der Ausstellungsgestaltung, die eine wesentliche Voraussetzung zur verständlichen und besucherfreundlichen Präsentation der Ausstellungsinhalte darstellt. Durch diese frühe Einbindung in den Prozeß der Ausstellungskonzeption konnte die Vermittlungaufmehreren Ebenen angelegt werden. Drei Bereiche stehen innerhalb der Ausstellung speziell für Vermittlung zur Verfügung: Im Erdgeschoß befindet sich das Jugendatelier, in dem das Projekt „Land der Hämmer - zukunftsreich?... Denn ohne uns wird es sie nicht geben ..." präsentiert wird. Dieses Projekt bietet Besucherinnen die Möglichkeit, sich mit der Situation der jugendlichen aus der Region auseinanderzusetzen. Mit Schülerinnen der I I. HLWa Weyer und Herrn Mag. Brunnthaler wurde im Rahmen eines neunmonatigen Projektes eine Ausstellung zu deren eigenen Visionen und Ängsten erarbeitet. Im Rahmen ihrer Präsentation laden die jungen Ausstellungsmacherinnen gleichaltrige Schülergruppen zur Diskussion ein. Im ersten Stock ist eine Höhle zum Thema „Die Sonderstellung des Schmieds von der Antike bis heute" eingerichtet. Bei der Planung der Höhle wurde berücksichtigt,daß sie als Aktionsraum,als Aus gangsbasisfürVermittlungsprogramme und als thematischer Ausstellungsbereich speziell für ungeführte Besucher mit Kindern dient. Es wurde darauf geachtet, keine zusätzlichen Informationen einzuführen, sondern Ausstellungsinhalte aufzugreifen und zu vertiefen. Im Vordergrund steht das Suchen und Entdecken von „Wissen". Prägnante Informationen zur Figur des Schmiedes werden mittels eines Ladensystems strukturiert und akustisch und visuell präsentiert. Die Inhalte werden sowohl für Erwachsene als auch für Kinder aufbereitet, jede Information ist in sich abge-
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