Der Führer auf der Kronprinz Rudolf-Bahn

103 der Autelao, am meisten hervorstehen, erbeben ihre kahlen Gipfel gegen den Himmel. Im Süden und Siidosten erblicken wir ein tausendzackiges Gewirr zaubernill schöner Felsenwäude. Der Montaccio, Vischllerg, Mangrrt und der dreiköpfige Triglav (Dreikopf) zeichnen sich als die bemerkbarsten Punkte in diesem Gewirre aus. Nahe vor uns, so dass man glaubt, mit einem Steinwurfe ihn erreichen zu können, gewahrt man den Luschariberg mit seiner bekannten Wallfahrtskirche, auf die wir in Tarvis zu sprechen kommen. Gegen Ost und Nordost endlich wird der Horiz;ont durch langg·estreckte liebliche Höhenzüge abgegrenzt. Dieses so überreiche Doppelbild von Majestät und Anmuth, von Ernst und Milde wird nur noch mehr gehoben durch das zu den Füssen liegende malerische Gailthal und durch die vielen glänzenden Seespiegelflächen, unter denen der_ Wörther-, Ossiacher- und der Faaker - See am meisten auffallen. Fast alle grösseren Thäler Kärntens mit ihren schönbewaldeten Hügelreiben und mit dem Städte- und Dörfeneichthum liegen wie eine topografische Karte vor dem Auge des Beschauers ausgebreitet und bilden einen lieblichen Gegensatz zum interessanten Alpenrahmen. Auf den höchsten Gipfeln der Alpe, wo die Aussiebt eine ganz ungeschmälerte ist und wo der Berg· steil bis zu den Tiefen von 1264 Metern abfällt, stehen zwei Wallfahrtskircblein, die der Sage nach von den deutschen und sloveniscbcn Gemeinden zum Andenken an den entsetzlichen Bergsturz des 14. Jahrhunderts, durch welchen 2 Marktflecken und 16 Dörfer verschltttet wurden, erbaut worden . Als Abstieg

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