Krippen einst und jetzt

Wie kam es zu dieser Krippensammlunq und Ausstellung? Die Sammelleidenschaft plagt mich schon seit meiner Kindheit. Waren es in früheren Jahren Briefmarken, Steine, Bildchen, Bücher usw., landete ich als Vierzigjähriger bei den Weihnachtskrippen. Eine Vorbelastung war gegeben. Schon meine Großmutter (1862 - 1939) baute mehrere Krippen. Diese sind bis zum heutigen Tag in Familienbesitz. Die Sammelleidenschaft entwickelte sich so weit, dass ich heute ca. 400 verschiedene Krippendarstellungen in allen möglichen Größen und aus den verschiedensten Materialien besitze. Meine Frau unterstützt meinen Sammeltrieb aktiv; wenn ich mit einem neuen Prachtstück heimkomme, bewundert sie dieses mit einem milden Lächeln, gelegentlich auch mit einem Kopfschütteln. Viele der ausgestellten Krippen haben meine Frau und ich gemeinsam geschaffen, wobei ich gestehen muss, dass meine Frau für die feinen und ich für die groben Arbeiten zuständig bin. Einige Krippen bekam ich zum Geschenk von Familienangehörigen, Freunden und Bekannten. Besonders meine Söhne bringen immer wieder Krippen, die mein Herz erfreuen. Eine Ausstellungsbesucherin aus dem Raum KÖLN schickte mir eine kleine Krippe. Sie hat diese vor 50 Jahren, als sie ein kleines Mädchen war, für ihre Mutter angefertigt. Eine Frau aus unserer Pfarre brachte mir eine sehr schöne Papierkrippe aus der Zeit um 1930 mit der Bemerkung: „Bei dir ist sie besser aufgehoben als bei mir auf dem Dachboden." Solche Glücksfälle sind nicht alltäglich, kommen aber doch gelegentlich vor. Einige Objekte sind erworben, meist auf Flohmärkten. Krippenankäufe sind aber eine Seltenheit. Eine zusammengekaufte Sammlung kann nie die Leidenschaft eines Sammlers befriedigen. 33

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2