Ingeborg Krenn - Häuserchronik der Altstadt Steyr

— RP 1611/65/28.3: „Der Herr Eisenobmann kann auß dem Höberischen Hauß ohne Schlüßl in den Zwinger gehen“, es wäre deshalb besser, die Tür aus dem Höben schon Haus zu vermauern. 5 RP 1612/192'/20.7.: Die Gerhaben der Khreussischen Tochter, denen das Heus gehört, sollen das Haus dem hiesigen Stadtschreiber oder einem anderen, jedoch in den Bürgerstand und zum Nutzen der Pupillen verkaufen. 6 StB 1620, S. 42 u. 43. — Preuenhuber S. 339: Drummer, Protestant, bekommt 1610 die Stelle des kathol. Sadtschreibers Nicolaus Praunfalk. 7 StB 1635, S. 33. 8 Kaufbrief Nr. 4067: Die Johann Drumerische Behausung wurde mit Übergabsbrief v. 7.10.1638 den Wolff Khreussischen vogtbaren Erben eingeantwortet (wegen ihrer, an dieser Behausung gehabten erblichen, von Herrn Melchior Häher, Stadtschreiber, herrührenden „Sprich“). Sie haben darauf das Haus verkauft an Maria Wolffin, geb. Leopoldisin von Neufeldten, zum Leopoldenstein etc., Rentmeisterin. In ihrem V. v. 15.10.1638 mit der Stadt verpflichtet sich die KF, das Haus nur wieder an die Bg.-Schaft zu verkaufen, „ainich bürgerlich Gwerb vnd Handtierung, wie die Namen haben mechte“, zu treiben, und eine acc. Steuer von 40 fl zu bezahlen. 9 Beichtreg. 1652, Nr. 79. 10 StB 1684, S. 24: „Adam Wolfisches Haus”. 11 Pritz, Steyr III, S. 639. 12 Siehe Anm. 13 u. 15. — Preuenhuber, S. 26; Die Schecken sind ein altes Geschlecht, viele von ihnen war als Ritter und Bruggrafen zu Steyr bekannt. Georg Scheckh (den Preuenhuber für den letzten seines Geschlechts hält) vom Wald, zum Aggstain und Ottenschlag hat sein „Hauß aufm Berg zu Steyer, an der Stadtmauren, das dritte Hause von der Tor-Brucken gelegen“ mit Übergabebrief Aggstin 1465 seinem Diener Stephan Hasiber geschenkt. (Das Haus konnte das dritte sein, weil wahrscheinlich damals das später Wallseeische Haus noch nicht stand). Dieser Scheck war Hzg. Albrechts Kammermeister und Pfleger auf Steyr 1430 , hat beim Leichenkondukt Ks. Albrecht II. zu Wien 1439 den Schild des römischen Reiches getragen. 13 Ebda. 14 Preuenhuber, S. 74 u. 75: Die Kinder des Stephan Hasiber und der Catharina, Hannß Sebastian, Margareth und Ursula haben das Scheckische Haus am Berg dem Merth Fuxberger verkauft, 1489. — Fam.-Gesch. siehe H. 69. 15 Kaufbrief Nr. 4044: „Julius, Graf zu Hardegkh, Glaz vnd Machlanndt“ verkauft dem Hanns Fuchsperger und seiner HF Barbara sein „Ambt genannt das Schekhen ambt ... sambt dem halben hauß zu Steyr aufm perg gelegen“. Hainrichsburg, 1524. 16 Ebda. 17 Stb 1543, Bl. 14, 7 u. 7'. 18 Ebda. 19 StB 1567, Bl. 16 u. 8'. — StB 1573, Bl. 20. u. 11'. — Fam.-Gesch. siehe H. 69 und 141. 20 StB 1583, Bl. 20' u. 9'. Fam.-Gesch. siehe H. 61. 21 Siehe H. 61. 22 StB 1620, S. 43. — RP 1599/243: Häuserschätzung: „Frauen Potentiana Händlin, wittib seel. haus am perg 1400 fl, das änderte hauß darin der nadler wonet 200 fl das dritte hauß darinnen der Schneider wonet 100 fl.“ 23 Lindner, S. 258; Anomäus, ein Linzer, heiratete am 4.8.1614 N. geb. Händlin von Waidhofen, aus der Linie der Händl von Weyer. „Sed tristissimus casus sui D. parentis, qui eodem die Styrae apoplexia mortuus est, ipsas etiam nuptias magna px parte tristes reddidit“. — Pritz, Steyr II, S. 626: Doktor Anomäus hatte die ursprünglich drei Häuser in ein Haus verwandelt und eine Kapelle errichtet. — Zetl, S. 113: Gest. 14.12.1630. Ist ein halbes Jahr vor seinem Tod katholisch geworden und hat eine schöne Kapelle in seinem Haus am Berg erbaut. 24 RP 1635/56/12.5.: Plauz kauft des Haus von den Gläubigern. 25 Steueramtsrechnungen 1639, Nr. 31: VK Enngl Stephan, KF Plauz, im Jahre 1638 (?) um300 fl. —Pantz, Gewerken. S. 241; Der Name der Plautz kommt von ma. slovenisch plavec = Flößer; die Familie hat sich vom 16. bis in die Mitte des 19. Jh. als Gewerken zu Eisenern in Oberkrain gehalten. Martin Ernst PIautz tritt 1620 auf, wahrscheinlich ein Sohn des Mathias und Enkel des Kaspar Plautz. 1627 war er Bg. und Kastner zu Steyr, wo er Sensenhandel trieb. Dem Rat zu Stey r machte er durch sein gewalttätiges Wesen viel zu schaffen; er starb vor 1659. 26 Pritz, Steyr II, S. 626. 27 Am 1.6.1784 wurde das Kloster aufgehoben, trotzdem die Nonnen, teilweise nach schweren Seelenkämpfen (es handelte sich vor allem um Abschaffung der strengen Klausur und des täglichen Breviers) die Umwandlung in ein Ursulinenkloster über sich hatten ergehen lassen (Hartl). 28 Ebda: Hofkanzleidekret v. 5.9.1786; Kloster, Kirche, Kapelle, Garten und 2 Holzbehältnisse kommen um 3500 fl an den Mag. Steyr. 29 Verz.d.GE. 1831. — Der Garten wird schon in StB 1567 u. 1573 als Eigentum der Pfefferlischen Erben erwähnt. 30 Hartl, Das Kloster Maria Verkündigung in Steyr. 31 Pritz, Steyr II, S. 626.

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