Ingeborg Krenn - Häuserchronik der Altstadt Steyr

Wiedervereinigung 1Sazger Jakob 22 (150 fl) 1711—1749 Sattler 2Sazger Jakob u. Eva Maria 23 Sohn (Erbe) 1000 fl (1008 fl) RW 1749—1782 Sattler 3Sazger Wolfgang 24 Sohn (Kauf) 2000 fl 1782—1806 Pfundauswäger 1Hummer Johann Michael u. Walburga 25 Kauf 1806—1843 Galanterie u. Silberhändler 1Hummer Walburga 26 Witwe 1843—1844 2Bauer Joseph u. Theresia geb. Hummer 27 Heirat 9000 fl CM 1844—1850 Galanteriewarenhändler Engel Martin u. Louise 28 Kauf 18000 fl CM 1850—1870 Werndl Franz u. Anna 29 Kauf 43500 fl CM 1870—1875 Kraker Johann u. Emilie 30 Kauf 48500 fl CM 1875— Hausgärtl GP 217 der Berggasse zu. 31 Von diesem Haus wurde ein Burgfriedsdienst von 3 fl ins Bürgerspital geleistet. Der Getreidekasten am Berg wurde mit Kauf-V. v. 6.7.1805 von Johann Michael und Walburga Hummer an Stephan Schmied, Tischler, um 2000 fl verkauft. 32 Siehe H. 76. 1727 abgebrannt. 1 Test.: Streitfall zwischen Hanns Lueger, Sohn des Wolfgang Lueger, und seinem Schwager Wolfgang Leroch für seinen Sohn Wolfgang als Kläger gegen Hanns Truenten für sich selbst und Hanns Pranntstetter als Gewaltträger seiner HF Margretha (beide Kinder des Sigmund Traint) wegen einer Erbschaft auf die Behausung „in der Statt zwischen Lueger Hans vnd Wolfgang Kaufmans kinder saliger heuser gelegen“, 3.7.1505. Bescheid fehlt. 2 Siehe Anm. 8. 3 Erbschaftssachen 19.9.1442: Erbleihvertrag des Bürgerspitals mit Pawll Stokchl, Diener des Ritterherrn Hanns des Neydekher, Pfleger zu Steyr, und seiner Frau Kristein für das „Haws zv Steir in dem Hoffgässel, das vom Vater stammt, zunächst oberhalb der Pawl Kramerin haws“. Das Haus wurde vom Spital eingezogen und wieder gegen Zins ausgegeben. 4 Urbar Spital 1494/95, 1496-1504: „Pawll Kramer dient von dem hintter haws zw sand Jorigen tag 12 ß vnd zw Michelis 12 ß“. 5 Siehe Anm. 8. 6 Ebda. 7 Ebda. 8 Stb 1543, B. 9.: „zway heuser 900 fl“. — Verl.-Inv. nach Erhart Prechtl Handelsmann, v. 4.7.1554: Behausung zu Steyr in der Stadt an der obern Zeile „zunegst des Hofgässl vnd Achazen Vennzls erben haws gelegen“, darin er gewohnt hat. Urkunden: Test. d. Paul Wischofer v. 28.1.1511. Test. d. Margarethe, Tochter des Hanns Schmidthuckhers, HF d. Prechtl, v. 16.7.1549. Test. d. Erhart Prechtls v. 8.12.1553. Sechs Kaufbriefe um die Behausung in der Stadt von „weillend Pauln Wischouer, cramer, herrürendt“. Heiratsbrief zwischen Hanns Wischofer und seine HF Magdalena. Wappenbrief von Ks. Friedrich auf Erhart Prechtl, v. 22.5.1479, dem Hanns Prechtl zugestellt. — Urbar Spital 1541, Bl. 2: „Erhart Prechtl von Hannsen Wishouer hindern haus zwischen Casparn Staudinger, riemer, vnnd sein Wishouers anndern vordern behausung gelegen vnnd die gedachter Prechtl yngstuerschiner zeit zusamengepauth, diennt jahrlichen zu sannd Jorgen tag 1 pf 4 ß“. 9 StB 1567, Bl. 10'. — Test. d. Catharina, Ww. des Leopolt Teissen, v. 26.3.1577. Ihre Tochter Barbara bekommt die Behausung, in der Stadt, darin die Mutter selbst wohnt, um 2000 fl. 1. Ehewirt der Barbara war Christoph Püchler, 2. Thoman Man. 10 StB 1583, Bl. 13'. — RP 1574/246/8.12.: Bgr. gegen 6 RT Bg.-Geld. — Pantz, Gewerken, S. 192-194: Thoman Mann heiratete Barbara, geb. Teissin (gest. 1604), Ww. nach Christoph Pichler. Durch sie (ihre Schwester Margaretha war mit dem Hammergewerken Christoph Präntl zu St. Gallen vermählt) kam er mit dem Eisenwesen in Verbindung und beteiligte sich am Eisenverlag. Sein Sohn Cosmas wurde einer der bedeutendsten Verleger der damals in Blüte stehenden Messerindustrie. Als kluger Kopf im jungen Rat dann im i. R., 1612-1614 Stadtrichter, Bgm 1615-1617, 1628-1630, verstand er es, in der Gegenreformation rechtzeitig auf die katholische Seite über zu schwenken, dass ihm dies restlos geglückt ist, zeigt die Tatsache, dass er von 1638 bis zu seinem Tod 1641 noch einmal Bgm und Obervorgeher des Verlagsgliedes der IHG war. Seine Gattin Maria geb. Waldnerin, Ww. des verst. Bgm. Colman Dorninger, bildete für ihn die Brücke zu den alten Geschlechtern. 1634 erhielt er als guter

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2