Oberösterreich aktuell schaftliche und gesellschaftliche System der Grundherrschaften, vor allem am Beispiel von Freistadt, behandelt, auf die Entstehung des oberösterreichischen Landeswappens eingegangen, dem das angebliche Wappen der Machländer als Vorbild diente, die Errich tung der zahlreichen Burgen- und Befesti gungswerke des Mühlviertels In anschauli cher Weise dargestellt usw. Es wird zudem der Besiedlung auf Grund der Flurformen nachgegangen, vor allem den Hofacker- und Waldhufenformen, die In Oberösterreich nur im Mühlviertel anzutreffen sind, und es wird der Blick auf die Entwicklung der Städte und Märkte gerichtet. Überdies blendet man in einzelne Darstellungsbereiche zum ersten Mal auch kunsthistorische Aspekte ein. So wird im „Burgenraum" an Hand der ManessiOben: Schloß Weinberg, Ahnensaal, Detail von der reich stuckierten Decke (1604) mit dem beiiebten Orpheusthema — Orpheus ais mythischer Sänger, der mit der Kraft seines Gesanges die belebte und unbelebte Natur verzaubert. — Foto: Franz Gangi Rechts: Schloß Weinberg, Portai vom Kaisersaal zum Rittersaal mit reich stuckierter färbig gefaßter Türumrahmung: iVohrenwächter und Wappengruppe, die für die Besitzgeschichte des Schioßes interessant ist — das von zwei Löwen gehaitene Aiiianzwappen Zeiking-Kainach bezieht sich auf den Auftraggeber der um 1620 entstandenen Fresken, Hans Wiihelm von Zelking und seine zweite Gemahiin Anna Jakoba, Tochter des Johann Ehrenreich Freiherrn von und zu Kainach. Darüber von iinks nach rechts Wappen der Elisabeth von Puchheim, Jörg von Eitzing, Waipurga Sultzbeck und Christoph Freiherr von Hohenfeid (Text H. E. Baumert). — Foto: Franz Gangi V. .. ik " ■ ■ 85
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