Spätgotische Kapellenplastik aus der Dorfkapeile Elz in der Gemeinde Lasberg. Hl. Jakobus Maior. — Foto: Hannes Etzlstorfer den Jahren 1872 bis 1877 wurde in Bloßsteinmauerwerk errichtet und birgt neben einem mit Steinplatten abgedeckten Innenraum auch zahlreiche geometrische und figural ge staltete Werksteine®"*. Zu den Flurdenkmälern rechnen wir auch Totengedenkmale, wenn sie außerhalb eines Friedhofes zur Aufstellung gelangten. Die Kriegerdenkmäler fallen in diese Sparte, wel che hier nur durch zwei besonders einpräg same Beispiele belegt werden soll: Weitersfelden (Max Stockhuber) und Freistadt (Werk des Adolf Wagner von der Mühl, 1925)®®. Von den Brunnenensembles ragen der Freistäd ter Stadtbrunnen mit der Immaculata-Skulp tur des Johann Baptist Spaz dem Jüngeren (1704), der achtseitige Marktbrunnen in Kö nigswiesen mit seinem Mittelobelisk und der von Gottfried Pöchinger 1953 neu gestalteten Brunnenschale, der Gutauer Marktbrunnen des Ferdinand Henebichler (1886) und der in St. Oswald bei Freistadt aufgestellte Markt brunnen mit den Rollwerkkartuschen (1584 und 1730) heraus. Die Pechölsteine und Schalensteine werden der letzten Gruppe, den sonstigen Steindenk malen subsumiert. Bei den erhaltenen Pechölsteinen kann die nach Art der Kohlenmeiler durchgeführte Pechölerzeugung unschwer abgelesen werden (Pechöl spielte besonders in der Tierheilkunde eine wichtige Rolle)®®. Inwieweit die Schalensteine eine Laune der Natur oder heidnische Kulturrelikte darstel len, läßt sich kaum mehr zweifelsfrei feststel len (wer nicht selbst auf Entdeckungsreise gehen möchte, dem seien die Schalensteine vom Sattler-, Buch- und Braunberg in Lasberg®'' und in St. Leonhard bei Freistadt als Ziele verraten). Da aus der Fülle der erhaltenen Kleindenk mäler hier nur ein Bruchteil eingebracht wer den konnte, empfiehlt es sich, den Besuch der Landesausstellung auf Schloß Weinberg mit einer ausgedehnten Wanderung zu kom binieren. „. . . ein Bildstock da, ein Marterlbild in den bemoosten Stein gehüllt, uraltes Erbstück einer Zeit, die Steine ihrem Gott geweiht. Das gibt ein buntes Auf und Ab für Autofahrt und Wanderstab . . Karl A. Wagner®® Anmerkungen: 1 Rudolf Rochier: Mühlvierte! — ein Refugium, in: Kulturzeitschrift Oberösterreich, Jg. 26, Heft 3, Linz 1976, S 10 2 Eduard Stepan (Hrsg.): Unteres Mühlviertel. Bau und Kunstdenkmale, Wien 1930, S 255 3 Dietmar Assman: Das Kleindenkmal in der Kulturiandschaft, in: Kulturzeitschrift Oberösterreich, Jg. 27, Heft 4, Linz 1977, S 33f.
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