T durchwegs am gängigen Repertoire der Volkspoesie des ausgehenden 19. Jahrhun derts und wurden, passenden Biidthemen zugeordnet, zu Standardunterschriften. Aller dings hat Girlinger, wenn ein größeres Format dies erforderte, durch Einfügen von Worten manche Wahlsprüche erweitert, was nicht immer zur Verbesserung der Reime beigetra gen hat. So wurde beispielsweise der von einem kleinformatigen Bild stammende Vers „Des Morgens wenn der Tag anbricht / zu Gott ich mein Gebet verriebt / Dann spann ich meinen Rappen an / Und fahr als lustiger Ackersmann" für ein größeres Format folgen dermaßen „gestreckt"; „Des Morgens wenn der Tag anbricht / Andächtig zu Gott ich mein Gebet verriebt / Dann spann ich meine Pferde an / Und fahr in's Feld als lustiger Ackersmann." Fast immer hat der Künstler seine Schnitte signiert, häufig findet sich die mit Tinte ge schriebene, volie Angabe: „geschnitten von Aiois Girlinger in Hasiach, Ob. Öst." Selten sind Bilder, bei denen die Bildunterschrift als kalligraphischer Schnitt in das Motiv inte griert ist. M m I ti WM L'inliUm-t.I'i url yvnKv Links oben: „Des Morgens wenn der Tag anbricht, zu Gott ich mein Gebet verriebt. Dann spann ich meine Pferde an Und fahre als lustiger Ackersmann", datiert und signiert 1896 A. Girlinger v. Haslach Ob.Öst. Josef Bresimayer. Ein Hoch dem ehrsamen Handwerk der Binder. Aus Hochachtung gewidmet Karl Rosner, datiert 1897.
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