Ober reich Kulturzeitschrift iT I % ¥ ■d Ui- J ;"Ä»i-:Tr«asLr^- Für die Schriftleitung von „Oberösterreich" ist es zur bewährten Praxis geworden, jede oberösterreichische Landesausstellung mit einem Heft zu begleiten, das im Inhalt auf die Ausstellungsthematik und den Ausstellungs ort abgestimmt ist. Im Mittelpunkt unseres kulturellen Interesses steht heuer das „Mühl viertel — Natur/Kultur/Leben". Ort dieser Lan desausstellung ist das Renaissanceschloß Weinberg, das in Architektur, Geschichte und beherrschender Lage im Feldaisttal zu den bedeutendsten Baudenkmalen Österreichs gezählt werden kann. Wie der Titel dieses Heftes 1/1988 andeutet, soll unser „Mühlviertler Bilderbogen" nicht den Ausstellungskatalog konkurrenzieren. Zielsetzung ist es, für den Besuch der Aus stellung und allgemein des Mühlviertels zu werben und die Schönheit dieser herben Landschaft zwischen Donau und Nordwald vielen Lesern nahezubringen. Aus der Fülle von möglichen Themen wurden einige besondere Glanzlichter ausgewählt. Bewußt wird an den Anfang eine Beschrei bung der „Kleindenkmale im Bezirk Frei stadt" gestellt. Mit Recht wird das Mühlviertel wegen seines Burgenreichtums gepriesen, deshalb die Abhandlung „Zwischen Verfall und Veränderung — Burgen des Mühlvier tels", die nicht nur historische Fakten auf zeigt, sondern auch gegenwartsbezogen ist. Die „Besitzgeschichte von Schloß Weinberg" ermöglicht einen Exkurs in die heimische Ge nealogie und Heraldik. In die Mitte des Heftes wurde eine poetische Beschreibung des Mühlviertels gestellt — „Auf den Spuren der Erinnerung". Volkskund liches Neuland eröffnet die Abhandlung über den Mühlviertler Volkskünstler Alois Girlin ger. In völlig neuer Sicht wird der Kefermarkter Flügelaltar, über den es an sich eine Über fülle von Literatur gibt, in seinen Beziehun gen zur Bauhütte von Freistadt dargestellt, somit eine Verbindung von gotischer Plastik mit der Architektur der Endgotik hergestellt. Freistadt, der Bezirkshauptort, wird in seiner historischen Bedeutung und geschichtlichen Entwicklung eingehend beschrieben. Dem gegenwärtigen Kunstleben ist der Beitrag über die „Mühlviertler Künstlergilde" gewid met. Ebenso gegenwartsbezogen ist die Stu die über Herbert Friedl, den langjährigen Ge stalter von „Oberösterreich", mit dem bezeichnenden Titel „Auch das Schweigen spricht im Stein." Dankbar ist die Redaktion Herrn Landes hauptmann Dr. Josef Ratzenböck für sein Grußwort an die Landesausstellung 1988, die in einem den Inhalt unseres Heftes abschlie ßenden Beitrag ausführlich zur Darstellung kommt. Besondere Sorgfalt wurde in diesem Heft auch auf die Auswahl der Illustrationen gelegt.
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