m ff*r ^ . = .|1B ?f*l ■» T-tltf£. 5-^ <■ .- '^■- ;.iäiä ■ r ■« 3«'>. f 'A'/. iUf- - ,i; e#, m#* *'' ^ '** ■ ■H 1 ■*] -;. "- *^»sA »•■»'w-'t-'';.«»-''-''.-''''. J ,V bürg angelegt das abgekommene Alt-Helfen berg über der Steinernen Mühl. Das beste Beispiel für eine Gipfelburg stellt der weit über den Nordwaldkamm ragende, blaue Würfel von Wittinghausen, heute knapp jenseits der Grenze, dar. Als ausge sprochene Gipfelburgen, deren Erbauung und Unterhaltung sicher immer von großen Schwierigkeiten geprägt war, sind Ruttenstein, Plankenberg, Klingenberg, Reichen stein und Lobenstein, aber auch Waxenberg und zuvor Rotenfels aufzuzählen. Sie alle ste hen auf rundum schwer zugänglichen Fels köpfen, von anderen Bergrücken stark abge schnitten. Sie alle waren schwer zu bewohnen und hauptsächlich auf die Versor gung durch Wasserzisternen angewiesen. Auch Riedegg oberhalb von Gallneukirchen ist noch unter diese Gipfelburgen zu zählen. Alle übrigen Burgen waren Höhenburgen in Spornlage, mehr oder weniger aus dem ge wachsenen Felsen herauswachsend, sowohl im graurostigen Steinmaterial als auch unter der sandfarbenen Putzhaut eigentliche Be standteile des gewachsenen, hügeligen Gra nitberglandes. Nach ihrer Lage und Bedeutung könnte man die Burgen des Mühlviertels in etwa vier Gruppen grob unterteilen. Zuerst die Burgen auf den Höhenzügen ent lang der Donau-Engtäler zur Sicherung und Beobachtung des Stromes, mit dem DonauVerkehr eng verbunden und davon profitie rend, wie etwa Rannariedl, Marsbach, Hai chenbach, Neuhaus, Hagen, Steyregg, Luftenberg oder auch Werfenstein. Sodann die zum Teil vom Strom aus unsicht baren, oft etwas in den Klammen der Neben täler versteckten Burgen, wie etwa Glam oder auch Kreuzen, Windegg, Wildberg, Rotten egg und auch Falkenstein. Die dritte Gruppe umfaßt die großen Herr schaftsmittelpunkte, die sich über das Mühl viertel, die Riedmark und das Machland ver teilen. Dazu zählen etwa Tannberg, Plankenberg, Eschelberg, das sagenhafte Windberg, Oberwallsee, Waxenberg, Rei chenau, Waidenfels, Hagenberg, Weinberg, Prandegg-Zellhof, Haus, Ruttenstein, Wind haag, Windegg oder auch Kreuzen. Die letzte Gruppe endlich umfaßt die zahlrei chen kleineren Ministerialen-Burgen, mit de nen das Land mehr oder weniger systema tisch überzogen wurde. Hierher könnte man etwa Schallenberg und Partenstein, Lobenstein und Piberstein, Lichtenhag und Dornach, Stampfegg, Breiten bruck, Saxenegg und viele andere zählen. Freilich ist nicht immer der Auf- und Abstieg der Uradeligen oder der Ministerialenfami lien, die Verlagerung des Herrschaftsmittel punktes oder anderer Gründe für das Zurück bleiben mancher Burganlage hinter anderen, ständig wachsenden, aufzuklären. Was bleibt ist die Tatsache, daß das Mühlvier tel zu den burgenreichsten Landschaften des deutschen Sprachraumes zu zählen ist. Unter den vielen, teils fast im Boden ver schwundenen, teils als Ruinen langsam ver13
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