Oberösterreich, 9. Jahrgang, Heft 3/4, 1959

Bad Ischl, um Leitungskosten zu sparen, an Salzburg angeschlossen. Der Ausbau des Selbstwählferndienstes erfordert hohe Investi tionsmittel, doch erwies er sich auch in wirtschaftlicher Hinsiebt voll gerechtfertigt. Als weiterer auf die Persönlichkeit abgestellter Schnellnachrichten dienst tritt der Fernschreib-Wählverkehr in Erscheinung. Da die bei dem Teilnehmer aufgestellten Fernschreibmaschinen teuer sind, ergeben sich höhere Grundgebühren als beim Fernsprecher, dagegen sind die Gebühren für die Benützungszeit geringer. Dazu besteht bereits vollautomatischer Betrieb in ganz Österreich und zudem automatische Einwahlmöglichkeit nach Westdeutsch land und der Schweiz, nach den übrigen Kulturstaaten steht ein sehr rasch arbeitender Handvermittlungsbetrieb zur Verfügung. In Oberösterreich bestehen folgende Wählzentralen: Linz (seit 1942), Wels und Vöcklabruck (seit 1957) und Ried im Innkreis (seit 1958) mit zusammen 460 Teilnehmerstellen, der jährliche Zuwachs beträgt 15 von Hundert. Der älteste Dienstzweig der Nachrichtentechnik, die Amtstelegraphie, welche für jedermann zugänglich ist, wurde in letzter Zeit durch Wähltechnik im In- und Ausland sehr leistungsfähig gemacht. Doch sinkt die Inanspruchnahme infolge der immer stärkeren Benützung der übrigen Dienstzweige langsam ab. Aus dieser knappen Übersicht geht hervor, daß die Post recht vielfältige Aufgaben mit sehr vielfältigen Mitteln, welche immer wieder dem jeweiligen Stand von Betriebswissenschaft und Tech nik angepaßt werden, zu meistern hat. Die Hauptaufgabe, Brücken von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk zu schlagen, blieb durch die Jahrhunderte bestehen und wird auch in Zukunft hochgehalten werden. LITERATUR Hans Hausleitner^ Kurze Geschichte des Postamtes Linz 1. Heimatgaue, Jg. 1929-1930. Erhard Riedel, Zur Geschichte des Postwesens im Innviertel. Oberösterreichische Heimatblätter, Jg. 1950. Erhard Riedel, Mauritius von Paar, Der erste Postmeister in Linz. Oberösterreichische Heimatblätter, Jg. 1951. Erhard Riedel, Zur Geschichte des Postwesens in Oberösterreich. Oberösterreichische Heimatblätter, Jg. 1952. Rudolf Happak, Spital am Pyhrn und der Verkehr in Innerösterreich. Beiträge zur allgemeinen Wirtschafts-, Sozial- und Geistesgeschichte (Phil. Diss.), Wien 1937. Friedrich Kenner, Über die römische Reichsstraße von Virunum nach Ovilava und über die Ausgrabungen in Windischgarsten. Sbb. Ak. Wss. Wien, Bd. 71. Friedrich Kenner, Die Ausgrabungen in Windischgarsten Sbb. Ak. Wss. Wien, Bd. 74. Ernst Popp, 50 Jahre Postkraftwagen verkehr Linz-Eferding. Oberösterreichische Heimatblätter, Jg. 1958. Gzezik-Müller, „österreichische Post" Einst — Jetzt. Freiherr v. Schweiger-Lerchenfeld, Buch von der Weltpost. Adolf Franz Storch, Das Postwesen vom Ursprung bis zur Gegenwart. 66 Telephonkarte der k.k. Post- und Telegraphendirektion Linz; Liniensektion Linz und Gmunden Stand Juli 1912

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2