(Kulturzeitschrift) Oberdonau, 1. Jahrgang, Feber-März 1941, Heft 1

EIE TNDDBGNGENDRGICRL Dipl.=Ing. Werner Sarley Trotz der durch den Krieg entstandenen Hindernisse und Schwierigkeiten gelung der Bau dieses ersten der Monumentalwerke, die über Auftrag des Führers in Linz geschaffen werden, in der dafür kurzen Zeit von zweieinhalb Jahren. Dies war nicht nur dem Arbeitseifer jedes einzelnen Gefolgschaftsmitgliedes, sondern vor allem auch der echt nationalsozialistischen Tatkraft und Umsicht des Leiters des Linzer Brückenbaues, Ingenieur Werner Sarley, zu verdanken, der vom Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Reichs¬ minister Dr. Todt, hiezu beauftragt worden war. Ingenieur Sarley, der an der Südgrenze unseres Gaues, in Liezen, am 8. Juli 1906 geboren wurde, zählte dort zu den Gründern der SA., der er als Sturmführer bis zum Parteiverbot angehörte. Nuch der notwendig ge¬ wordenen Flucht ins Altreich diente er vorerst bei der Legion und wurde dann zur Reichsautobahn und von dort zum Generalinspekteur berufen, in dessen Auftrag er die Bauleitung verschiedener Brücken durchzuführen hatte. Nach der Machtübernahme arbeitete er zuerst an der Vortrassierung der Reichsautobahn von Wels nach seiner Heimat Liezen, bis er am 20. Juni 1938 den Auftrag zur Bauleitung der Nibelungenbrücke er¬ hielt. Die ersten Bauarbeiten hiefür begannen Anfang September 1938. Ende 1940 war die Brücke für den gesamten Verkehr fertiggestellt. Neben dieser Bauleitung hatte Ingenieur Sarley auch noch als Brücken¬ reserent beim Reichsstatthalter von Danzig und Westpreußen die oberste Bauleitung über die in diesem Ge¬ biet zu erstellenden Weichselbrücken, wozu auch die greße Dirschauer Brücke über die Weichsel gehört. Die Schriftleitung. Doch glimmten die Freudenfeuer; die Vereinigung der führung des Baues übernahm der Zerr General¬ inspektor für das deutsche Straßenwesen. Ostmark mit dem Reich war kaum Tatsache geworden, Auf der alten Brücke, die eine Gesamtbreite von als der Führer auch schon die ersten Anordnungen traf, um die Vernachlässigungen der Spstemzeit mit der 9.do m besaß, standen zwei Bürgersteige mit einer gleichen Tatkraft zu beseitigen, die die Welt schon Breite von je 1.78 m und eine Fahrbahn von #.so m Breite zur Verfügung. Diese für den normalen beim Umbau des Reiches in den rückliegenden Jahren kennen und bewundern gelernt hatte. Straßenverkehr nach beiden Richtungen nicht aus¬ Straßen, Eisenbahnen und die sonstigen Verkehrs¬ reichende Fahrbahn mußte noch den zweigleisigen einrichtungen wurden in einen zeitgemäßen Justand Straßenbahnverkehr aufnehmen. Schon vor vierzig versetzt und die Planung für die künftige große Zeit Jahren, als es noch keine Kraftfahrzeuge gab, bildete in Angriff genommen. diese Brücke ein Verkehrshindernis und war Gegen¬ Als eine der ersten großen Baumaßnahmen ordnete der stand von vielen Beratungen der örtlichen Stellen und Führer den Ersatz der sogenannten alten Donaubrücke von Bingaben an die Ministerien. in Linz durch eine neue, allen künftigen Anforderungen Das neue Bauwerk trägt den Namen Uibelungen¬ gerecht werdende Brücke an. Die Planung und Durch¬ brücke und erhielt eine Fahrbahnbreite von 18.90 m, 10

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