Priska Mühlberger „Jedes starke Bild wird Wirklichkeit!“ Dieses Zitat von Antoine de Saint-Exupéry war seit Anbeginn der Abendschule mein treuer Begleiter und bester Wegweiser. Drei Kinder, eine Teilzeitstelle (damals noch in der Gastronomie) und nebenbei die Abendschule, nie hatte ich die Vereinbarkeit angezweifelt und ich sollte Recht behalten. Gut ein halbes Jahr nach der Geburt meiner Zwillinge (der Große war damals 6 Jahre alt) beschloss ich mein Leben – insbesondere meine Karriere – in die Hand zu nehmen und schrieb mich an der HAK für Berufstätige ein. Die meisten Fächer machten mir Spaß und meine Noten spiegelten dies wider. Im Oktober 2019 war es schließlich soweit und nach einem Sommer, den ich hauptsächlich durch das Schreiben der Abschlussarbeit in Erinnerung behielt, konnten wir endlich unsere Handelsschulabschlussprüfung ablegen. In meinem Fall gelang dies mit einem guten Erfolg, was mich bei meinem übrigen Pensum an zu bewältigenden Aufgaben nicht wenig stolz machte. Ich beschloss also, der Gastronomie den Rücken zu kehren, um mein angeeignetes Wissen und die erlernten Fähigkeiten auch praktisch anwenden zu können. So bewarb ich mich also in diversen Stellen für Büro-, Verwaltungs- und auch Buchhaltungsjobs. Eines Tages fand ich dann eine Stellenausschreibung der HOFER KG, welche nach Mitarbeitern für den Zentraleinkauf in der Hauptniederlassung in Sattledt suchte. Ich bewarb mich ohne zu zögern und nur wenige Wochen später fand mein erstes Bewerbungsgespräch mit zwei Damen aus der Personalabteilung statt. Keine zwei Wochen später durfte ich zur 2. Vorstellungsrunde erscheinen, wo ich erfuhr, dass ich für die Abteilung Drogerie im ZEK vorgesehen sei. Kurz vor Weihnachten 2019 kam dann das wohl beste Weihnachtsgeschenk überhaupt: Das Jobangebot der HOFER KG. Ohne zu zögern sagte ich zu und zwei Wochen später durfte ich meinen ersten Arbeitstag, der bei HOFER mit einem Welcome Day für alle neuen Mitarbeiter begangen wird, bestreiten. Mein Aufgabengebiet umfasst große Teile der Werbung, der Lieferantenkorrespondenz aber auch der Datenpfl ege. Kein Tag gleicht dem anderen, täglich kommen neue spannende Aufgaben hinzu und mit einem großartigen Team um mich herum konnte ich mich im Handumdrehen in die Abteilung integrieren. Bisher gab es nicht einen Tag, an dem ich mich nicht voller Vorfreude und Euphorie auf den Weg ins Büro begeben habe. Ich darf eigenverantwortlich meine Bereiche koordinieren, habe Möglichkeiten mich weiterzubilden und auch eine ganze Reihe Aufstiegsmöglichkeiten sind gegeben. Priska Mühlberger Abendschülerin Theo Gumpenberger, 2A Ich liebe es! Gerade am Anfang war ich skeptisch, ich war immer der Meinung, wenn ich keinen „Tritt in den Hintern“ bekomme, mache ich einfach nichts. Ich kann nicht studieren, denn da müsste ich mich selbst organisieren und alles allein auf die Reihe bekommen. Doch die letzten Wochen haben mir gezeigt, ich kann das! Ich kann mir selbst eine To-Do-Liste schreiben. Ich kann diese abarbeiten und habe trotzdem noch genug Zeit für alles andere. Ich bin froh, dass die Quarantäne mir das gezeigt hat. Jedoch gibt es auch Schattenseiten. Bei einigen meiner Klassenkameraden merke ich, wie schwer sie sich tun, wie schwer es ihnen fällt, sich Dinge selbst beizubringen oder auszuarbeiten und genau deswegen sind wir ja nochmals in der Schule. Wir besuchen die AbendHak, um noch einmal einen ganz neuen Weg einschlagen zu, mit der Hilfe unserer Lehrer! Ich hoffe, dass diese Klassenkameraden nun nicht aufgeben und dass wir uns alle bald wiedersehen. Theo Gumpenberger Abendschüler Theos Katze beim Distance-Learning Evelyn Bernecker, 6A Warum ich so gerne in der HAKB bin: Besonders gut gefällt mir das Modul-System. Ich kann entscheiden, wie viele Module ich neben meinem Beruf machen möchte und schaffen kann. Außerdem fi nde ich sehr gut, wie auf jeden einzelnen Schüler eingegangen wird. Das erleichtert die Doppelbelastung Beruf und Weiterbildung erheblich. Meine Motivation: Ich fi nde lernen, ein Leben lang, sehr wichtig. Und dass ich in der HAKB in meinem Alter noch die Möglichkeit bekommen habe, das fi nde ich besonders gut! Evelyn Bernecker Abendschülerin Lebensraum Schule 29 handelsakademie für berufstätige neustart im zweiten bildungsweg
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