In einem PBSK-Arbeitsauftrag wurde der 2AS die Aufgabe gestellt, einen Text zu verfassen, in dem sie ihren Gedanken, Gefühlen, Überlegungen, Ängste etc. in Bezug auf die Corona-Quarantäne freien Lauf lassen sollten. Hier nun ein paar Textauszüge, die das Leben und Arbeiten während dieser Ausnahmesituation widerspiegeln: Ich habe überhaupt kein gutes Gefühl, weil ich Angst vor dem Corona-Virus habe. Ich fühle mich gerade wie im Gefängnis. Ich kann jetzt verstehen und fühlen, wie die Tiere im Zoo leben, so leben sie die ganze Zeit. Der Gedanke an diese unglückliche Situation der Tiere macht mich traurig. Ich denke, diese Erfahrung der gegenwärtigen Situation ist, dass wir jetzt auch wie Tiere leben, zu Hause essen, zu Hause schlafen. Wir können nichts tun, wir müssen nur zu Hause bleiben, weil das Coronavirus uns nicht rauslässt. Mir gefällt Home-Offi ce sehr gut, weil ich mir selbst einteilen kann, wann ich welche Aufgabe erledige. Ich fi nde es viel besser, weil man selbstständig und in Ruhe arbeiten kann, nur das Blöde daran ist, wenn man eine Frage hat, muss man den Lehrern ein E-Mail schreiben und warten, bis sie antworten. […] Was ich für mich herausgefunden habe, ist, dass ich zuhause viel schneller und konzentrierter arbeite, da ich alles selbstständig erledigen muss. Am Anfang war es ein bisschen blöd, weil ich den Laptop mit meinem Bruder teilen musste, aber Gott sei Dank geht er bald in die Berufsschule, also wird er ihn nicht mehr lange benötigen. Jedoch habe ich ein kleines bisschen Angst davor, dass die Noten dann mega-schlecht ausfallen werden. Derzeit wissen wir keine Noten und deswegen weiß ich nicht genau, wo ich mich mehr bemühen soll. Trotzdem vermisse ich irgendwie die Schule (zumindest meine Freunde). Ich hätte nie gedacht, dass man die Schule auf irgendeine Art und Weise vermissen würde. Das Corona-quarantäne - wie geht es euch? gedanken und gefühle der 2as während dieser ausnahmesituation soziale Leben fehlt mir sehr. Worüber ich mir Gedanken mache, ist, wie es dann in der Schule weitergeht. Werden wir dann auch Masken in der Schule aufsetzen müssen oder im Bus? Da sich dort viele Menschen zum gleichen Zeitpunkt befi nden habe ich vor dem Bedenken. Und werden wir dieses Jahr noch Schularbeiten haben und wie wird überhaupt die Note von diesem Semester gemacht. Zuerst hatte ich Angst, dass wir das Jahr wiederholen müssen, was wir Gott sei Dank nicht müssen. Ich hoffe, dass die Schule bald wieder anfängt und dass dieser Virus vorbei ist, denn seit fast drei Wochen mache ich fast gar nichts außer essen, Serien schauen und schlafen (und HÜs, wenn ich sie noch nicht gemacht habe). Die Zeit hat mich zum Nachdenken gebracht, wie kostbar die Freiheit ist, und wie man in solchen Situationen am besten handelt, denn immerhin gibt es Familien, die jemanden durch den Coronavirus verloren haben. Natürlich habe ich manchmal Ängste, wie z.B. dass ich es auch bekomme oder meine Geschwister, Eltern. Aber ich kann sagen, dass ich nicht mehr so viel Angst habe, weil ich nun täglich mitbekomme, dass sich alles doch noch positiv entwickelt und die Anzahl der Infi zierten sinkt. Ich hoffe, euch Professoren geht es auch gut und alle bleiben gesund, ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Schule! Eine weitere offene Frage, die mir durch den Kopf geht, ist, wann wird alles wieder normal? Ich hoffe wirklich, dass das Ganze nicht noch mal verlängert wird und wir schon bald wieder ganz normal in die Schule gehen können. Außerdem vermisse ich meine Freunde, es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, als ich sie das letzte Mal gesehen habe. Aber ich bin sehr froh, dass wir jeden Tag miteinander schreiben können. Meine Gefühle sind manchmal sehr verwirrt, dass ich nicht einmal weiß, was ich will, was mich manchmal verletzen kann. In diesen Tagen, in denen ich mich nicht gut fühle, möchte ich immer allein sein, weil ich gelernt habe, alles für mich selbst zu lösen, ohne meine Eltern und alle anderen. Natürlich habe ich nur Angst, wenn ich manchmal etwas falsch mache, also fühle ich mich schuldig. Und natürlich fühle ich mich am schlechtesten, wenn ich einer Person ins Gesicht alles sage, was ich denke. Und zwar alles ohne Unterbrechung, vielleicht habe ich mich geirrt, alles zu schreiben, aber es spielt keine Rolle. Es geht mir eigentlich ziemlich gut, auch wenn ich nicht weiß, wie ich wirklich mit der Situation umgehen soll. Es macht mich traurig, meine Verwandten nicht mehr zu sehen und den ganzen Tag nur zu warten, bis ich mit meinem Hund raus kann, da ich sonst zuhause bin. Ich genieße die kurze Zeit draußen, da es wirklich sehr befreiend ist. Mit zwei Geschwistern, die zuhause sind, ist es nicht immer leicht und auch streiten wir oft. Teilweise haben wir auch viel zu erledigen, weshalb ich nur in meinem Zimmer bin. Mag. Gabriele Peham + 2AS Corona 19
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2